Di., 18.11.2025 , 11:16 Uhr

Limitierte Tasse greift Einsturz der Dresdner Carolabrücke humorvoll auf.

Neue Glühweintasse erinnert an Carolabrücke

Eine neue Glühweintasse erinnert in Dresden an den Einsturz der Carolabrücke. Pro verkauftem Exemplar geht 1 Euro an eine geplante Gedenktafel für den eingestürzten Brückenteil.

Dresden – Der Einsturz der Dresdner Carolabrücke hat bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt und steht seither sinnbildlich für marode Infrastruktur in Deutschland. Nun erhält das Ereignis eine besondere, humorvolle Aufarbeitung: Pünktlich zum Start der Glühweinsaison wurde in Dresden eine limitierte Tasse vorgestellt, die sich dem Thema widmet.

Die Tasse trägt die Aufschrift „Es hat Boom gemacht“ und soll laut Mitinitiator Torsten Meisel den Vorfall „mit Dresdner Humor – trocken, ehrlich und mit Blick nach vorn“ einordnen. Die Aktion verbindet Erinnerung mit Wohltätigkeit: Von jeder verkauften Tasse geht 1 Euro an die Stadt Dresden. Mit dem Geld soll eine Gedenktafel finanziert werden, die künftig an der neuen Carolabrücke an deren eingestürzten Vorgänger erinnern soll.

Die Tassen sind auf 999 Stück limitiert und sowohl in einem Onlineshop als auch an einem Verkaufsstand auf dem Dresdner Schlossplatz erhältlich. Die Nachfrage wird besonders zum Beginn der Weihnachtsmarktsaison erwartet.

Die Hintergründe des Einsturzes prägen die Stadt bis heute: In der Nacht zum 11. September 2024 brach unerwartet einer von drei Strängen der Spannbetonbrücke aus dem Jahr 1971 auf rund 100 Metern Länge ein. Seitdem fehlt Dresden eine zentrale Verkehrsverbindung. Der Neubau der Brücke soll nach derzeitigen Planungen im Jahr 2031 fertiggestellt werden.