Eine Straftat verändert das Leben grundlegend – für Opfer, Angehörige und auch für die Täter selbst. Gerade bei jungen Verurteilten ist das Ziel, ihnen nach Verbüßung ihrer Strafe die bestmöglichen Voraussetzungen für ein straffreies Leben zu geben. Neben dem klassischen Strafvollzug gibt es dafür den sogenannten Vollzug in freien Formen. Südlich von Leipzig bietet das Seehaus diese Möglichkeit: Hier leben junge Straftäter nicht hinter Gittern, sondern in familienähnlichen Wohngruppen. Ihr Alltag ist streng strukturiert – vom frühen Aufstehen über Arbeitseinsätze bis hin zu gemeinsamen Mahlzeiten und Schul- oder Ausbildungsangeboten. Die Verantwortlichen legen Wert auf Disziplin, Verbindlichkeit und persönliche Verantwortung.
Wie das Konzept funktioniert und welche Erfahrungen die Beteiligten machen, hat Maxi Konang in der aktuellen Ausgabe von "Evangelisch in Sachsen" vor Ort recherchiert. Ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zurück in ein eigenständiges Leben ist die finanzielle Entlastung. Die Kirchliche Erwerbsloseninitiative Leipzig, ein Angebot des Kirchenbezirks Leipzig, unterstützt auch Straffällige mit einer Schuldner- und Insolvenzberatung. Dana Kirchner erklärt, wie Betroffene wieder Ordnung in ihre Finanzen bringen können – oft eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Neustart.