Chemnitz- Am heutigen Dienstag haben die Chemnitzer NINERS die Chance, erstmals in ihrer Vereinsgeschichte das Top-16 der Basketball Champions League zu erreichen.
Dafür müssen sie im Play-in-Duell gegen Manisa Basket einen Heimsieg einfahren. Das erste Spiel in der Türkei endete vergangene Woche mit einer dramatischen 86:87-Niederlage, nachdem Chemnitz bis kurz vor Schluss das bessere Team war. Trotz der Enttäuschung über die knappe Niederlage blickt das Team nun fokussiert auf das Heimspiel und hofft auf die Unterstützung der Fans. Bereits knapp 3.000 Karten sind verkauft.
Im ersten Duell konnte Chemnitz die türkischen Top-Scorer zwar nicht vollständig stoppen, jedoch mehrere wichtige Spieler kontrollieren. Ein weiterer Vorteil für die NINERS könnte der verletzungsbedingte Ausfall von Manisas Starting-Center Martynas Echodas sein. Außerdem geht Chemnitz ausgeruhter ins Spiel, da Manisa zuletzt eine Niederlage im Auswärtsspiel gegen Büyükçekmece hinnehmen musste. Trotz vergangener Wechselgerüchte im Team sind die NINERS aktuell personell unverändert und hoffen auf eine ruhige und konzentrierte Leistung, um die Revanche zu schaffen und ein entscheidendes drittes Spiel zu erzwingen.
Das Spiel wurde direkt mit einem Dreier des Franzosen Besson eröffnet. Garret sorgte in der zweiten Minute für den ersten Gegenangriff und sicherte zwei Punkte für die NINERS. Wie sehr die NINERS die Punkte wollten, zeigte sich auch an der Anzeigetafel. Es waren keine zwei Minuten vergangen, da standen schon zwei Fouls zu Buche. Die Fans der Orange Army unterstützten jedoch die Korbjäger. Als die Schiedsrichter den ersten Dunk von Bailey nicht werteten, tobte der Fanblock. Der Punktestand nach sechs Minuten und dem ersten Dreier von Garret: 11:17. Nkamhoua bewies direkt nach seiner Einwechslung, wie wichtig er ist, und punktete für die Chemnitzer. Nichtsdestotrotz lagen die Chemnitzer in der 7. Minute immer noch sechs Punkte im Rückstand. Nach einem Dreier der Türken rief Pastore zur Auszeit.
Die Auszeit schien zu helfen. Nach einer guten Vorlage von Uguak sicherte Nkamhoua wichtige Punkte für die Gastgeber. Der Punktestand nach 8 Minuten Spielzeit: 16:22. Nkamhoua legte mit einem Dreier nach und verringerte den Vorsprung der Gegner auf drei Zähler. Dank Nkamhoua konnte der misslungene Dreierwurf von Richter in zwei wichtige Punkte umgewandelt werden. Das erste Viertel endete mit einem Punktestand von 21:26.
Das zweite Viertel startete deutlich angespannter. Beide Teams zeigten eine starke Defense. Erst nach zwei Minuten Spielzeit fiel der erste Korb des Viertels, erzielt von Garret. Die Gäste ließen dies jedoch nicht auf sich sitzen und sicherten sich direkt weitere Punkte. Nkamhoua zeigte, wie wichtig er für das Team und das Spiel ist. Immer wieder sorgten sein Einsatz und seine Dunks für wichtige Zähler. Der Punktestand nach vier Minuten: 25:31.
Nach einer Aufholjagd der Chemnitzer führten die Gastgeber in der sechsten Minute erstmals mit zwei Punkten Vorsprung (33:31). Nach erneuten Körben von Garret und Bailey lagen die Chemnitzer vier Punkte vorn. Trotz vieler Dreier-Chancen wurde die Trefferquote der Chemnitzer wieder zum Verhängnis. Hier wären deutlich mehr Körbe möglich gewesen. Kurz vor der Halbzeitpause glichen die Gäste noch einmal aus. Dank Nkamhoua konnten die Chemnitzer mit einem leichten Vorsprung in die Halbzeitpause gehen (44:43).
Auch im letzten Viertel sicherten sich die Gäste die ersten Punkte. Bailey verringerte jedoch den Vorsprung mit einem Dreier und sorgte für einen Punktestand von 68:70. Gerade die starke Defense der Gastgeber machte es den Jungs aus Manisa nicht allzu leicht. Bailey sorgte schließlich in der vierten Minute für den Ausgleich. Obwohl die Gäste erneut in Führung gingen, sicherte Uguak wieder eine knappe Führung. Ein steter Schlagabtausch führte zu einem Punktestand von 73:76 für die Gäste aus Manisa in der 5. Spielminute.
Obwohl sich die Chemnitzer immer wieder die Führung sichern konnten, holten die Gäste stets zum Gegenschlag aus und ließen den Niners kaum Zeit zum Luftholen. Im Gegenteil: Die Gäste setzten mit ihren schnellen Pässen und gutem Teamplay die Pastore-Jungs ordentlich unter Druck. Punktestand nach sieben Minuten im letzten Viertel: 80:81.Die letzten beiden Minuten wurden zur Zerreißprobe für die Nerven der Gastgeber und ihrer Fans. In der letzten Minute mussten die Chemnitzer noch einmal alles geben. Mit einem 1-Punkte-Rückstand ging es in die letzten Sekunden. Mit einem Punktestand von 84:87 entschieden die Gäste das Spiel für sich.