Mi., 17.06.2026 , 19:00 Uhr

Werner muss trotz Erreichen der Champions League Sachen packen

Ole Werner bei Leipzig entlassen!

RB Leipzig trennt sich von Cheftrainer Ole Werner. Der 38-Jährige hatte den Bundesligisten in seiner ersten Saison zurück in die Champions League geführt, muss den Verein nun aber dennoch verlassen.

RB begründet Entscheidung mit notwendiger Weiterentwicklung

Nach Angaben von Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer habe der Verein die abgelaufene Saison ausführlich analysiert. Trotz der sportlich erreichten Ziele sei man zu dem Schluss gekommen, dass auf der Trainerposition ein neuer Impuls nötig sei. RB Leipzig wolle sich inhaltlich weiterentwickeln und mit einer veränderten Herangehensweise in die kommenden Aufgaben gehen.

Starke Bilanz reicht Werner nicht zum Verbleib

Sportlich hatte Werner in Leipzig eigentlich geliefert. Mit Platz drei qualifizierte sich RB für die Champions League. Auch sein Punkteschnitt von 1,95 Zählern pro Spiel zählt zu den besten Werten der Leipziger Bundesliga-Geschichte. Selbst frühere RB-Trainer wie Ralf Rangnick oder Julian Nagelsmann lagen knapp darunter. Nach dem großen Umbruch im Kader und den Abgängen mehrerer Leistungsträger galt die Saison lange als Erfolg.

Schwacher Saisonabschluss belastet Gesamtbild

Trotz der starken Gesamtbilanz passten vor allem die letzten Auftritte nicht zu den Ansprüchen des Vereins. Die deutlichen Niederlagen in Leverkusen und Freiburg sorgten intern offenbar für Zweifel. Während Werner noch vor wenigen Wochen für die Stabilität der Mannschaft gelobt wurde, überwog am Ende offenbar die Einschätzung, dass RB für die kommenden Aufgaben einen anderen Trainertyp benötigt.

Einfluss des Red-Bull-Netzwerks rückt in den Fokus

Offiziell liegt die sportliche Verantwortung am Leipziger Cottaweg bei Marcel Schäfer. Im Hintergrund spielt aber auch das internationale Fußball-Netzwerk von Red Bull eine wichtige Rolle. Dazu gehört unter anderem Jürgen Klopp, der als globaler Fußballchef beratend tätig ist. Nach dpa-Informationen soll der Wunsch nach Veränderung auch aus diesem Kreis gekommen sein.

Demichelis gilt als möglicher Nachfolger

Als möglicher Nachfolger wird Martín Demichelis gehandelt. Der ehemalige Bayern-Profi gewann 2023 mit River Plate die Meisterschaft in Argentinien, konnte bei RCD Mallorca zuletzt aber keinen erfolgreichen Saisonverlauf vorweisen. Dennoch soll er im Red-Bull-Umfeld Befürworter haben. Eine offizielle Entscheidung über die Nachfolge hat RB Leipzig noch nicht bekanntgegeben.

Danny Röhl als langfristige Option

Auch Danny Röhl bleibt im erweiterten Blickfeld. Der gebürtige Zwickauer kehrte zuletzt aus Glasgow in den Red-Bull-Kosmos zurück und arbeitet inzwischen in Salzburg. Röhl kennt RB Leipzig bereits aus seiner früheren Tätigkeit im Verein und galt schon in der Vergangenheit als möglicher Kandidat für den Cheftrainerposten.

RB Leipzig vor richtungsweisender Entscheidung

Mit der Trennung von Ole Werner geht RB Leipzig trotz sportlich erfolgreicher Saison ein Risiko ein. Der neue Trainer wird nicht nur den Champions-League-Kader übernehmen, sondern auch die Erwartung, die Mannschaft taktisch und spielerisch weiterzuentwickeln. Für den Verein beginnt damit eine wichtige Phase der Neuausrichtung.