Mi., 08.07.2026 , 15:28 Uhr

Dekra warnt in Leipzig

Ostdeutschlands Straßen bleiben besonders gefährlich

Die Zahl der Verkehrstoten ist zuletzt leicht gesunken, doch die Dekra sieht keinen Grund zur Entwarnung. Gemessen an der Einwohnerzahl liegen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei den Todesopfern im Straßenverkehr weiterhin über dem Bundesdurchschnitt.

Nach Angaben der Prüforganisation kamen im Vorjahr in Sachsen 143 Menschen im Straßenverkehr ums Leben – einer weniger als 2024. 

Dekra-Gebietsleiter Ost Mario Schwarz fordert deshalb mehr gegenseitige Rücksicht. Veränderungen in der Mobilität stellten Verkehrsteilnehmer zunehmend vor Herausforderungen. Sein Appell fällt entsprechend deutlich aus: „Rücksicht, Rücksicht und noch mal Rücksicht.“

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Menschen, deren Arbeitsplatz die Straße ist. Straßenarbeiter sowie Beschäftigte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten geraten bei Einsätzen immer wieder in gefährliche Situationen. Die Dekra fordert deshalb eine vollständigere und differenzierte Erfassung arbeitsbezogener Verkehrsunfälle sowie einen konsequenteren Schutz von Arbeitsstellen.

Als zusätzliche Risiken nennt die Prüforganisation unter anderem hohe Verkehrsbelastung, schlechte Witterung, Zeitdruck, unregelmäßige Arbeitszeiten und fehlende Erholungsphasen. Besonders Müdigkeit könne die Reaktionsfähigkeit erheblich beeinträchtigen. Nach Angaben der Dekra zeigen Studien, dass Schlafmangel das Unfallrisiko deutlich erhöhen kann.