Dresden - In Dresden kam es am Abend und in der Nacht des 1. Juni 2026 zu zwei Brandeinsätzen, bei denen die Feuerwehr Dresden gefordert war.
Brand im Pelletlager eines Heizkraftwerks
Am 1. Juni 2026 um 21:27 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage eines Heizkraftwerks am Lugaer Graben in Großschachwitz Alarm aus. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Beim Eintreffen drang dichter, dunkler Rauch aus dem Pelletbunker und Teilen der Förderanlage. Mitarbeitende hatten den Brand bemerkt und erste Löschversuche unternommen. Ein 59-jähriger Mitarbeiter zog sich dabei eine Rauchgasvergiftung zu und wurde vom Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.
Die Einsatzleitung bildete zwei Abschnitte: Während ein Abschnitt die angrenzenden Gebäude und Förderanlagen kontrollierte, konzentrierte sich der zweite Abschnitt auf die Brandbekämpfung im Pelletbunker. Nach Abschaltung der betroffenen Anlagenteile durch das Betriebspersonal begannen mehrere Trupps unter Atemschutz mit den Löscharbeiten. Kleinere Brandherde in schwer zugänglichen Bereichen der Förderanlage wurden gezielt mit Löschschaum bekämpft. Überdrucklüfter sorgten dafür, dass die betroffenen Bereiche entraucht wurden. Rund 60 Einsatzkräfte aus den Feuer- und Rettungswachen Übigau, Striesen, Löbtau, Altstadt, Altstadt- und Reick-Rettungswachen, dem B- und U-Dienst sowie den Stadtteilfeuerwehren Bühlau, Niedersedlitz und Lockwitz waren beteiligt. Dank des schnellen Eingreifens konnte eine Ausbreitung des Feuers auf weitere Bereiche des Heizkraftwerks verhindert werden.
Containerbrand vor Wohngebäude
Am 1. Juni 2026 um 23:54 Uhr wurde die Feuerwehr Dresden erneut alarmiert, diesmal zum Neustädter Markt in der Inneren Neustadt. Vor dem Eingangsbereich eines Wohngebäudes brannte der Inhalt eines rund zehn Kubikmeter großen Absetzcontainers in voller Ausdehnung. Ein Trupp unter Atemschutz begann sofort mit der Brandbekämpfung, unterstützt durch Netzmittel, die das Wasser eindringfähiger machten.
Gegen 00:15 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Einsatzkräfte führten Nachlöscharbeiten durch, indem sie den Brandgutinhalt auseinanderzogen und gezielt abkühlten. Mehrere Wohnungen wurden auf Rauchgasausbreitung kontrolliert, Messungen ergaben keine Auffälligkeiten, sodass keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Bewohnerinnen und Bewohner vorlagen. Abschließend kontrollierte die Feuerwehr den Container mit einer Wärmebildkamera, um Glutnester auszuschließen. Im Einsatz waren 22 Kräfte der Feuer- und Rettungswache Albertstadt, der Rettungswache Löbtau sowie U- und B-Dienst. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.