Raul Alonso Zeit beim SC DHfK Leipzig war sehr kurz. Im Sommer wurde der Spanier im Zuge der kompletten Neuausrichtung des Klubs noch mit viel Vorschusslorbeeren und großen Hoffnungen vorgestellt, als der Mann, der Leipzig wieder zurück ins Tabellenmittelfeld der Liga führt.
Die Realität sieht allerdings anders aus. Zwei Zähler aus den bisherigen zwölf Partien sprechen eine deutliche Sprache. Zu viel für die Verantwortlichen, die Trainer Raul Alonso und Sportdirektor Bastian Roschek von ihren Aufgaben entbanden.
Ausschlaggebend war vor allem das Spiel in Minden, in dem Leipzig lange auf Punkte hoffen durfte, zum Schluss aber erneut den Faden und somit das Spiel verlor.
Einen Nachfolger haben die Leipziger auch bereits gefunden. Frank Carstens, der zuletzt in Los Angeles den Handballclub betreute, und auch in der Handballbundesliga kein Unbekannter ist, wird ab sofort das Team leiten.
Carstens bringt 20 Jahre an Trainererfahrung mit und kennt sich im Abstiegskampf bestens aus. Neben seiner Auslandsvisite war er unter anderem in Minden, Hannover, Wetzlar und Magdeburg tätig.
Damit endete auch relativ schnell das Kapitel des ersten spanischen Trainers bei Leipzig und das obwohl man vor der Saison vor allem von Seiten der Verantwortlichen um Geduld gebeten hatte. Geduld für den Trainer und das Team, welches nahezu komplett neu und uneingespielt in die Saison ging.
Da allerdings nach den Topspielen gegen die großen Teams auch zuletzt die Formkurve nicht nach oben gezeigt hatte, mussten die Geschäftsführung um Karsten Günther reagieren, um nicht den Anschluss an Stuttgart und den BHC zu verlieren.
Viel Zeit, um das Team kennenzulernen hat Carstens allerdings nicht, denn bereits am Samstag steht in Gummersbach (19 Uhr) das nächste Auswärtsspiel an.