Sa., 09.08.2025 , 18:19 Uhr

Experten warnen vor giftigen Doppelgängern bei Champignons

Pilze sprießen schon in Sachsens Wäldern

In Sachsen sind erste Speisepilze wie Steinpilze, Rotkappen und Hexenröhrlinge zu finden. Experten raten jedoch zu Vorsicht – besonders bei Champignons.

Leipzig – Pilzfreunde können in Sachsens Wäldern und Wiesen bereits fündig werden. Zwar beginnt die Hauptsaison erst im Herbst, doch auch jetzt gibt es schon eine Auswahl an Speisepilzen. Pilzberaterin Sieglinde Köhler aus Mittelsachsen berichtet von Funden wie Steinpilzen, Rotkappen, Perlpilzen, Goldröhrlingen und Hexenröhrlingen. Noch seien diese jedoch eher „Zufallsfunde“.

Auch Champignons wachsen derzeit, doch warnen Experten vor Verwechslungen. Besonders der giftige Karbol-Champignon – auch Gift-Egerling genannt – kann gefährliche Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Pilzberater raten deshalb, Funde von Fachleuten prüfen zu lassen. In Gärten oder Parks sind oft giftige Arten zu finden, während der beliebte Wiesenchampignon eher auf Kuhweiden wächst.

Laut Kreispilzsachverständigem Edgar Fenzlein sprießen in der Leipziger Region ebenfalls Hexen- und Goldröhrlinge. In Kiefernwäldern lassen sich zudem Krause Glucken entdecken. Bei einem regenreichen August könnten auch Sommersteinpilze häufiger vorkommen. Pfifferlinge hingegen seien nach seiner Beobachtung auf dem Rückzug.

Fenzlein betont, dass es große regionale Unterschiede gibt und sich der Klimawandel bemerkbar macht. So seien etwa im Leipziger Raum Morcheln inzwischen fast verschwunden.