Sa., 28.03.2026 , 16:54 Uhr

Polizei stoppt Fluchtwagen bei Zwickau

Ein 27-Jähriger hat sich eine mehr als 50 Kilometer lange Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Die Fahrt begann am Autobahndreieck Hochfranken kurz vor der Grenze zwischen Bayern und Sachsen. Dort entzog sich der Mann einer Verkehrskontrolle und flüchtete auf der A72 in Richtung Leipzig.

Während der Verfolgung fuhr der Mann laut Polizei mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und wechselte mehrfach riskant die Fahrstreifen. Im Baustellenbereich zwischen Zwickau-West und Zwickau-Ost prallte er gegen mehrere Warnbaken, die auf die Fahrbahn geschleudert wurden. Andere Verkehrsteilnehmer mussten ausweichen oder abbremsen, um Unfälle zu vermeiden.

Auch ein Streifenwagen wurde beschädigt. Ein Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Es musste anschließend abgeschleppt werden. Die Verfolgung setzte ein zweiter Polizeiwagen fort.

An der Ausfahrt Zwickau-Ost verließ der Flüchtige die Autobahn und fuhr weiter bis in den Ortsteil Cainsdorf. Dort stoppten die Beamten das Fahrzeug am frühen Samstagmorgen mit Schüssen, nachdem sich der Wagen rückwärts auf sie zubewegt hatte. Verletzt wurde dabei niemand.

Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Ein Drogentest reagierte positiv auf Amphetamin und Cannabis. Das Fahrzeug war zuvor im baden-württembergischen Weingarten als gestohlen gemeldet worden.

Gegen den 27-Jährigen wird nun unter anderem wegen besonders schweren Diebstahls und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt. Die Polizei prüft zudem weitere mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Flucht.