Leipzig - Die Polizeidirektion Leipzig hat Bilanz zum Einsatz rund um das UEFA Conference League Finale im Leipziger Stadtgebiet gezogen. Der Einsatz lief nach Angaben der Polizei bereits seit dem 20. Mai 2026 und diente der Absicherung des Finales am 27. Mai.
Unterstützt wurde die Polizeidirektion Leipzig dabei von Einsatzkräften aus mehreren Bundesländern. Polizeibeamte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Thüringen, Brandenburg und Bayern waren in Leipzig im Einsatz. Neben zahlreichen Kräften der Bereitschaftspolizeien und der Polizeireviere kamen auch die Polizeireiterstaffel, die Hundestaffel, die Wasserwerferstaffel sowie ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Zudem unterstützten Polizeibeamte aus den Heimatländern der beteiligten Vereine die Maßnahmen vor Ort. Insgesamt waren nach Polizeiangaben mehr als 1.200 Kräfte im Einsatz.
Bereits am 26. Mai war es in der Leipziger Innenstadt zu einer Auseinandersetzung gekommen, die von der Polizei als Landfriedensbruch angezeigt wurde. Der eigentliche Spieltag verlief nach Einschätzung der Polizei jedoch weitestgehend ruhig.
Ab 18 Uhr begleitete die Polizei Fanmärsche, die von der Innenstadt ausgingen. Dabei wurden sowohl von spanischen als auch von englischen Fans pyrotechnische Gegenstände gezündet. Auch während des Spiels im Stadion wurde weitere Pyrotechnik abgebrannt. In allen genannten Fällen leitete die Polizei Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ein.
Im Stadtgebiet kam es am Spieltag zu Verkehrseinschränkungen. Betroffen waren auch die öffentlichen Verkehrsmittel. Insgesamt besuchten mehr als 30.000 Menschen das Finalspiel, das mit 1:0 für Crystal Palace endete.
Nach dem Spiel begaben sich Fans beider Lager in die Leipziger Innenstadt. Dort kam es laut Polizei zu mehreren Beschwerden wegen unzulässigen Lärms. Außerdem wurden vereinzelt verbale und körperliche Auseinandersetzungen registriert. Einsatzkräfte, die auch nach Spielende in der Innenstadt präsent waren, konnten diese Situationen nach Polizeiangaben schnell lösen.
Im gesamten Einsatzzeitraum leitete die Polizeidirektion Leipzig über 30 Strafverfahren ein. Diese betrafen überwiegend Körperverletzungen und Beleidigungen. In vielen Fällen konnten Tatverdächtige gestellt und identifiziert werden.
Die Polizei bewertet den Spieltag damit insgesamt als weitgehend ruhig, verweist jedoch zugleich auf mehrere strafrechtlich relevante Vorfälle im Umfeld des internationalen Fußballereignisses.