Dresden. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) starten am 30. Juni 2025 ein bedeutendes Bauvorhaben: Die stark beanspruchte Gleiskreuzung am Postplatz wird vollständig erneuert. Für drei Wochen – bis zum 21. Juli – verwandelt sich der zentrale Verkehrsknotenpunkt im Herzen Dresdens in eine Großbaustelle.
Rund 43.000 Fahrgäste nutzen heute täglich den Postplatz – ein Anstieg um 43 Prozent im Vergleich zu früheren Jahren. Grund dafür ist unter anderem der Wegfall der Carolabrücke. Acht Straßenbahnlinien und eine Buslinie kreuzen sich hier – für DVB-Vorstand Lars Seiffert Grund genug, die Sanierung nicht länger aufzuschieben. „Wir bauen in den verkehrsärmeren Sommerferien, mehrschichtig und auch am Wochenende“, betont Seiffert.
In der DVB-Gleisbauwerkstatt in Reick wurde die neue Kreuzung – bestehend aus 675 Metern Schiene und 60 Tonnen Stahl – bereits probeweise aufgebaut und wird in mehreren Teilen per Tieflader an den Postplatz transportiert. Die Kosten liegen bei rund 1,9 Millionen Euro. Eine Förderung durch Bund und Land in Höhe von einer Million Euro wird angestrebt.
Massive Umleitungen im Nahverkehr
Die Baumaßnahme bringt zahlreiche Änderungen für den öffentlichen Nahverkehr mit sich. Mehrere Linien werden geteilt oder umgeleitet. Die Innenstadt bleibt jedoch über Haltestellen wie Prager Straße, Theaterplatz oder Zwingerbogen erreichbar. Eine detaillierte Übersicht über alle betroffenen Linien gibt es auf www.dvbag.de.
Auch der Autoverkehr wird eingeschränkt: Der Postplatz selbst ist für Kraftfahrzeuge gesperrt. Dennoch bleibt die Tiefgarage unter dem Altmarkt erreichbar, ebenso wie einige Zufahrten über Pirnaischen Platz und Dippoldiswalder Platz. Eine großräumige Umfahrung wird empfohlen.
Trotz der Einschränkungen ist das Ziel klar: eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur für einen der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Dresdens.