Mo., 14.08.2023 , 17:39 Uhr

Pro-Kurdische-Kundgebung in Leipzig

Etwa 50 Demonstranten haben am Sonntag in Leipzig an einer pro-kurdischen Kundgebung teilgenommen und die Freilassung des PKK-Gründers Abdullah Öcalan gefordert. Öcalan verbüßt bereits seit über 24 Jahren seine Haftstrafe auf der Gefängnisinsel Imrali in der Türkei. Er war bis 2002 der Vorsitzende der Kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in Deutschland und vielen anderen Ländern als terroristische Organisation eingestuft wird. In Deutschland ist sie illegal. Die Unterstützung oder Propaganda für die PKK ist dementsprechend strafbar.

Während der Demonstration, die den Abschluss der diesjährigen Kurdistan-Tage in Leipzig markierte, wurden einige Plakate aufgestellt, die israelfeindliche Positionen vertreten. Die Teilnehmer der Kundgebung forderten in Transparenten und Sprechchören die Freilassung von Abdullah Öcalan und kritisierten die Behandlung von Kurden in der Türkei. Sie betonten, dass Öcalan für viele Menschen ein Symbol des kurdischen Widerstandes und der Freiheit sei. Die Forderung nach Freiheit für Abdullah Öcalan ist in der kurdischen Gemeinschaft weit verbreitet. Öcalan gilt vielen Kurden als politischer Führer und Symbolfigur des kurdischen Widerstandes. Seine Inhaftierung wird von seinen Anhängern als politische Unterdrückung betrachtet und sorgt immer wieder für Proteste und Kundgebungen weltweit.

Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort, um die Sicherheit der Kundgebungsteilnehmer zu gewährleisten. Es kam jedoch zu keinen größeren Zwischenfällen.