Mi., 08.11.2023 , 12:30 Uhr

Projekt "Halbe-Halbe": Leipziger Schule setzen auf Energiesparen

Leipzig - Die anhaltende unklare Versorgungssituation mit Erdgas aufgrund des Ukraine-Krieges hat das Energiesparprojekt "Halbe-Halbe" in Leipzig geprägt.

Im Schuljahr 2022/23 wurden an den 35 teilnehmenden Schulen im Stadtgebiet sowie an allen Schulen die Raumtemperaturen gedrosselt, um die Gasversorgung zu sichern. Die Projektschulen haben dadurch insgesamt 10 Prozent weniger Heizwärme verbraucht, was etwa dem Verbrauch von 80 Einfamilienhäusern entspricht.

Aber nicht nur der Gasverbrauch ging zurück, sondern auch der Stromverbrauch um fünf Prozent und der Wasserverbrauch um drei Prozent im Vergleich zum vorherigen Schuljahr. 16 Schulen konnten in allen drei Bereichen sparen, während weitere 16 Schulen in zwei von drei Bereichen Einsparungen verzeichnen konnten.

Sven Stein, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement, betonte die wachsende Beteiligung der Schulen am Projekt und das gestiegene Bewusstsein für Energiesparen, insbesondere seit dem Ukraine-Krieg. Im Schuljahr 2023/24 werden insgesamt 40 Schulen und erstmals auch eine Kindertagesstätte am Projekt teilnehmen.

"Halbe-Halbe" wurde im Schuljahr 2017/18 gestartet und bis 2021 von der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Ziel ist es, das Bewusstsein für den Energieverbrauch der Schule zu schärfen und das Nutzungsverhalten zu ändern. Die Schülerinnen und Schüler erkunden mit Messgeräten ihre Schulgebäude, suchen nach Energielecks und informieren ihre Mitschüler. Die teilnehmenden Schulen erhielten Prämien in Höhe der Hälfte der eingesparten Energiekosten, die seit der Pandemie in anderer Form ausgezahlt werden.

Die Stadt Leipzig finanziert das Projekt zuletzt aus den erzielten Einsparungen und Eigenmitteln.