Sa., 11.04.2026 , 14:54 Uhr

Vor dem Zweitliga-Duell bei Nürnberg ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Prügelei vor Nürnberg-Spiel mit Dresden-Fans

Vor dem Zweitliga-Spiel in Nürnberg sind laut Polizei mehr als 200 Anhänger beider Lager in Thüringen aufeinandergetroffen. Gegen 214 Beteiligte wird ermittelt.

Vor dem als Hochrisikospiel eingestuften Zweitliga-Duell zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg ist es in Thüringen zu einer massiven Auseinandersetzung zwischen Anhängern beider Vereine gekommen. Nach Angaben der Polizei trafen sich die rivalisierenden Gruppen in der Nacht in einem Gewerbegebiet nahe Eisfeld im Süden Thüringens. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatte die Schlägerei bereits begonnen. Die Fanlager wurden voneinander getrennt.

Im Einsatz waren insgesamt 220 Beamte aus Sachsen, Thüringen und von der Bundespolizei. Von 214 Beteiligten wurden die Personalien aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft Dresden leitete Ermittlungsverfahren ein. Weitere Angaben zu möglichen Verletzten oder konkreten Tatvorwürfen wurden in der vorliegenden Mitteilung zunächst nicht gemacht.

Das Spiel zwischen beiden Clubs war für 13.00 Uhr in Nürnberg angesetzt. Das Stadion mit rund 50.000 Plätzen war nach Angaben aus dem Umfeld der Partie mit knapp 45.000 Zuschauern ausverkauft. Darunter sollten sich 8.620 Fans aus Dresden befinden. Zwischen den rivalisierenden Fanblöcken waren deshalb Pufferzonen vorgesehen.

Bereits am vergangenen Wochenende war es rund um ein Spiel von Dynamo Dresden zu Ausschreitungen gekommen. Beim Duell gegen Hertha BSC im Rudolf-Harbig-Stadion hatten Anhänger beider Teams Zäune überwunden. Zudem rannten Dresdner Anhänger vermummt entlang des Spielfeldes in Richtung des Hertha-Fanblocks. Nach dpa-Angaben wurde dabei auch gezielt Pyrotechnik aufeinander abgeschossen. Das erneute gewaltsame Aufeinandertreffen rückt die Sicherheitslage rund um Spiele mit Dresdner Beteiligung damit erneut in den Fokus.