Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Freitagabend in Geringswalde (Landkreis Mittelsachsen) ereignet. Eine 65-jährige Autofahrerin touchierte beim Überholen einen Radfahrer – der 33-Jährige stürzte und erlitt dabei schwere Verletzungen.
Nach Angaben der Polizei wollte die Fahrerin mit ihrem Pkw den Radfahrer gegen 22 Uhr auf einer innerörtlichen Straße überholen. Dabei kam es zum seitlichen Kontakt zwischen Fahrzeug und Fahrrad. Der Mann verlor das Gleichgewicht und stürzte auf die Fahrbahn. Er wurde nach ersten medizinischen Versorgungen vor Ort mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.
Am Wagen der Unfallverursacherin entstand ein Sachschaden von rund 5.000 Euro, das beschädigte Fahrrad wird auf etwa 500 Euro geschätzt.
Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der Überholvorgang regelkonform eingeleitet wurde und ob ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten wurde. In Deutschland gilt nach Straßenverkehrsordnung ein Mindestabstand von 1,5 Metern innerorts und 2 Metern außerorts beim Überholen von Radfahrenden.
Der Vorfall unterstreicht die weiterhin bestehenden Gefahren im Straßenverkehr für Radfahrerinnen und Radfahrer. Erst kürzlich hatten Verkehrssicherheitsverbände erneut auf die Einhaltung der Überholabstände hingewiesen und mehr Rücksicht im Alltag gefordert.