Mo., 03.08.2026 , 12:51 Uhr

Nach dem Unwetter bestehen nur lokale Einschränkungen in der Sächsischen Schweiz

Rathen bleibt für Touristen erreichbar

Nach dem schweren Unwetter in Rathen bleibt die Sächsische Schweiz weitgehend zugänglich. Nur einzelne Wege und Einrichtungen sind betroffen.

Pirna/Rathen – Nach dem schweren Unwetter im Kurort Rathen bleibt die Sächsische Schweiz nach Angaben des regionalen Tourismusverbandes weiterhin für Urlauber und Tagesgäste geöffnet. Die Folgen des Unwetters beschränkten sich demnach auf einzelne Bereiche und beeinträchtigten das touristische Angebot der gesamten Region nur geringfügig.

„Es gibt lokale Einschränkungen, aber die beeinträchtigen nicht das Urlaubserlebnis“, sagte Tino Richter, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz, der Deutschen Presse-Agentur. Nur wenige touristische Einrichtungen seien unmittelbar von den Schäden betroffen.

Nur einzelne Einrichtungen betroffen

Nach Angaben des Tourismusverbandes bestehen Einschränkungen an der Wanderrast am Amselsee, an der Felsenbühne Rathen und an der Waltersdorfer Mühle. Die übrigen Tourismusbetriebe und Unterkünfte im Kurort Rathen sowie in der gesamten Sächsischen Schweiz seien in der touristischen Hochsaison weiterhin für Gäste geöffnet.

Auch zahlreiche Wandergebiete, Aussichtspunkte und weitere Freizeitangebote könnten ohne Einschränkungen genutzt werden. Der Verband geht davon aus, dass die zuständigen Behörden die entstandenen Schäden und mögliche weitere Gefahren schrittweise beseitigen.

Wann alle betroffenen Wanderwege wieder freigegeben werden können, steht bislang nicht fest. Die Arbeiten sollen nach Einschätzung des Tourismusverbandes in den kommenden Wochen Stück für Stück vorangehen.

Bastei weiterhin zugänglich

Auch die Bastei, einer der bekanntesten Aussichtspunkte des Elbsandsteingebirges, kann weiterhin besucht werden. Der direkte Aufstieg von Rathen aus ist derzeit jedoch nicht möglich. Besucher müssen deshalb auf andere Wege ausweichen.

Unterhalb der Bastei hatte sich am Freitagabend das schwere Unwetter ereignet. Sturm, Hagel und Starkregen verursachten innerhalb weniger Minuten erhebliche Schäden.

Ein 38 Jahre alter Mann kam dabei ums Leben. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt. Das unmittelbare Schadensgebiet wurde aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

Sperrungen im unmittelbaren Schadensgebiet

Von den Sperrungen betroffen sind nach Angaben des Tourismusverbandes insbesondere Bereiche rund um Rathen, der Amselgrund und Teile des Polenztals. Wie lange die Aufräum- und Sicherungsarbeiten in dem betroffenen Waldstück dauern werden, ist noch unklar.

Außerhalb dieser lokal begrenzten Bereiche könnten Wanderwege, Aussichtspunkte und touristische Einrichtungen weiterhin genutzt werden. Reisende sollten sich dennoch vor einem geplanten Ausflug über mögliche aktuelle Sperrungen und alternative Wege informieren.

Mitgefühl für Opfer und Verletzte

Der Tourismusverband zeigte sich bestürzt über die Folgen des Unwetters. Das Mitgefühl gelte den Angehörigen des Todesopfers sowie den verletzten Menschen. Ihnen wünsche der Verband eine schnelle Genesung.

Zugleich dankte der Verband den Einsatzkräften von Bergwacht, Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten sowie den zuständigen Behörden. Sie hätten unter schwierigen Bedingungen und teilweise in schwer zugänglichem Gelände gearbeitet.

Branche hofft auf schnelle Normalisierung

Die Tourismusbranche in der Sächsischen Schweiz hofft auf eine möglichst schnelle Normalisierung der Situation. Nach Angaben von Tino Richter gab es bislang nur wenige Anfragen von Gästen, die sich über die Lage vor Ort informieren wollten.

Der Tourismusverband betont, dass die Region trotz des Unwetters grundsätzlich empfangsbereit sei. Die Einschränkungen konzentrierten sich auf das unmittelbare Schadensgebiet. Die große Mehrheit der Gastgeber, Ausflugsziele und touristischen Angebote stehe den Besuchern weiterhin zur Verfügung.