Dresden - Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Dresden haben am Dienstag, 15. September 2026, erneut umfangreiche Durchsuchungen im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Kinder- und Jugendpornografie durchgeführt. Insgesamt wurden 26 Wohnungen und Geschäftsräume in Dresden sowie in den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen durchsucht.
Die Maßnahmen stehen nach Angaben der Behörden im Zusammenhang mit Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden gegen insgesamt 26 Beschuldigte. Zu den konkreten Tatvorwürfen in den einzelnen Verfahren machten Staatsanwaltschaft und Polizei zunächst keine weiteren Angaben.
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher. Dazu gehören nach Angaben der Behörden 59 Mobiltelefone sowie 43 Computer beziehungsweise Laptops.
Darüber hinaus wurden mehr als 100 weitere digitale Speichermedien beschlagnahmt. Die sichergestellte Technik muss nun ausgewertet werden. Angesichts der großen Datenmengen rechnen die Ermittler damit, dass diese Untersuchungen noch längere Zeit in Anspruch nehmen werden.
Die Auswertung digitaler Geräte und Speichermedien ist ein zentraler Bestandteil der laufenden Ermittlungsverfahren. Welche konkreten Erkenntnisse sich daraus ergeben, ist bislang offen.
Neben den digitalen Beweismitteln machten die Beamten bei den Durchsuchungen weitere Funde. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion wurde eine Pistole aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs samt Munition sichergestellt.
Darüber hinaus fanden die Einsatzkräfte einen Schlagring, pyrotechnische Erzeugnisse und Cannabis. In welchem Zusammenhang diese Gegenstände mit den jeweiligen Ermittlungsverfahren stehen und ob daraus weitere strafrechtliche Ermittlungen entstehen, geht aus der gemeinsamen Mitteilung nicht hervor.
An der gemeinsamen Einsatzmaßnahme waren insgesamt 130 Polizeibeamte beteiligt. Die Kriminalisten der Polizeidirektion Dresden wurden dabei von Einsatzkräften der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt.
Mit der koordinierten Aktion wollen Staatsanwaltschaft und Polizei nach eigenen Angaben gegen Straftaten im Bereich der Kinder- und Jugendpornografie vorgehen.
Die Ermittlungen gegen die 26 Beschuldigten sind mit den Durchsuchungen nicht abgeschlossen. Vor allem die nun anstehende Auswertung der zahlreichen sichergestellten Datenträger dürfte nach Einschätzung der Behörden noch einige Zeit beanspruchen.
Bis zum Abschluss der Ermittlungen gilt für die Beschuldigten die Unschuldsvermutung.