Leipzig – Mit einer großangelegten Razzia ist die Bundespolizei am Dienstagmorgen in Leipzig und Umgebung gegen den Verdacht der illegalen Einreise vorgegangen. Im Fokus der Ermittlungen stehen rund 50 Männer und Frauen aus Syrien.
Nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei sollen Beschuldigte ihre echten Ausweisdokumente nach Syrien geschickt haben. Diese könnten anschließend von anderen Personen genutzt worden sein, um die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen. Zuvor hatte die „Leipziger Volkszeitung“ über den Einsatz berichtet.
Am frühen Morgen durchsuchten Einsatzkräfte zahlreiche Wohnungen sowie Geschäftsräume im Leipziger Stadtgebiet. Auch in umliegenden Städten kam es vereinzelt zu Maßnahmen. Die Durchsuchungen dienen laut Bundespolizei der weiteren Aufklärung der Hintergründe.
Unter den Beschuldigten befinden sich sowohl Personen, die ihre Ausweise weitergegeben haben sollen, als auch Menschen, die mutmaßlich unerlaubt nach Deutschland eingereist sind. Letztere werden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an die zuständigen Ausländerbehörden übergeben.
Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Nach Angaben der Behörden wird geprüft, ob hinter den mutmaßlichen Taten ein organisiertes Schleuser-Netzwerk steht.