Di., 29.09.2026 , 11:42 Uhr

Sieben Beschuldigte stehen wegen mehrerer Gewalttaten im Fokus

Razzien nach Angriffen in Dresdner Neustadt

Nach zwei Angriffen in der Dresdner Neustadt ermitteln Staatsanwaltschaft und LKA gegen sieben Männer. Am 29. September gab es Durchsuchungen in drei Bundesländern.

Dresden - Nach zwei gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Dresdner Äußeren Neustadt ermitteln die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen gegen sieben Beschuldigte. Die Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren besitzen nach Angaben der Ermittlungsbehörden die deutsche Staatsangehörigkeit.

Gegen sie besteht unter anderem der Anfangsverdacht der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung. Zudem geht es in dem Ermittlungsverfahren um den Verdacht der Nötigung und Sachbeschädigung.

Angriffe in der Nacht zum 5. August 2025

Die Vorwürfe beziehen sich auf die Nacht vom 4. auf den 5. August 2025. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und LKA sollen die sieben Beschuldigten gemeinsam mit mindestens drei bislang unbekannten Tätern zwei Personengruppen in der Äußeren Neustadt angegriffen haben.

Den Ermittlern zufolge waren den Angriffen verbale Auseinandersetzungen vorausgegangen. Die Beteiligten sollen sich anschließend mit Sturmmasken vermummt und Bierflaschen auf die Geschädigten geworfen haben.

Bei einem der Vorfälle richtete sich der mutmaßliche Angriff gegen eine fünfköpfige Personengruppe, bei einem weiteren gegen vier Personen.

Schlagstock und Schusswaffe vorgehalten

Während der zweiten Auseinandersetzung sollen sich die Betroffenen in einen Pkw geflüchtet haben. Die Beschuldigten sollen daraufhin gegen das Fahrzeug getreten haben.

Einer Geschädigten seien zudem unter der Aufforderung zu verschwinden ein Schlagstock und eine Schusswaffe vorgehalten worden, teilten die Ermittlungsbehörden mit. Die betroffenen Personen erlitten zum Teil leichte Prell- und Schnittverletzungen.

Ob es sich bei der vorgehaltenen Schusswaffe um eine scharfe Waffe handelte, geht aus der gemeinsamen Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt nicht hervor.

Durchsuchungen in drei Bundesländern

Im Zuge des Ermittlungsverfahrens fanden am 29. September 2026 umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen statt. Diese erstreckten sich nach Behördenangaben auf Sachsen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern.

An dem Einsatz waren Beamte des Landeskriminalamtes Sachsen, der Bereitschaftspolizei Sachsen sowie der jeweils örtlich zuständigen Polizeidienststellen beteiligt. In Sachsen wurden unter anderem Objekte in Dresden und Heidenau durchsucht.

Weitere Einzelheiten zu den durchsuchten Objekten, möglichen Sicherstellungen oder den jeweiligen Wohnorten der Beschuldigten teilten die Behörden zunächst nicht mit.

Ermittlungen dauern an

Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen setzen ihre Ermittlungen fort. Für die Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.