Do., 13.11.2025 , 14:48 Uhr

Ermittler durchsuchen Wohnungen in vier Städten

Razzien wegen IS-Propaganda in Sachsen

Bei einer bundesweiten Aktion gegen islamistische Propaganda hat die Polizei vier Wohnungen in Sachsen durchsucht. Die Verdächtigen sollen Inhalte zugunsten des IS geteilt haben.

Dresden - Bei einer bundesweiten Razzia gegen die Verbreitung islamistischer Propaganda im Internet sind Ermittler auch in Sachsen aktiv geworden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mitteilte, wurden Wohnungen in Freital, Dresden, Grimma und Taucha bei Leipzig durchsucht. Den vier Beschuldigten wird vorgeworfen, mehrfach Loblieder auf die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) verbreitet oder geteilt zu haben.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen 16-jährigen deutschen Staatsbürger, einen 19-Jährigen sowie eine 20-Jährige mit russischer Abstammung und einen 21-jährigen syrischen Staatsangehörigen. Im Rahmen der Maßnahmen stellten Einsatzkräfte verschiedene Speichermedien sicher. Diese würden nun ausgewertet, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen.

Die sächsischen Ermittlungen waren Teil einer groß angelegten Aktion in insgesamt zwölf Bundesländern. Laut Bundeskriminalamt (BKA) wurden dabei über 50 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und zahlreiche Beschuldigte vernommen. Auffällig sei, dass es sich bei vielen Tatverdächtigen um Jugendliche oder Heranwachsende handelt, die islamistische Inhalte aktiv verbreiten oder an deren Verbreitung beteiligt sind. Parallel fanden auch in Österreich und der Schweiz entsprechende Maßnahmen statt.

Mit den Durchsuchungen soll verhindert werden, dass extremistisches Material weiter im Internet zirkuliert und junge Menschen erreicht. Die Auswertung der sichergestellten Daten wird nun zeigen, ob sich der Verdacht der Propagandaverbreitung weiter erhärtet.