Pirna/Sachsen - In Sachsen ist die Waldbrandgefahr gebannt. Der Regen der letzten Wochen hat Böden gesättigt und so die Gefahr eingedämmt. Ende Oktober endet offiziell die Waldbrandsaison im Freistaat.
Die sehr starken Niederschläge am Ende des trockenen und heißen Sommers haben die Brandgefahr in Sachsens Wäldern deutlich entspannt. Die Böden seien gut gesättigt mit Wasser, sagt Renke Coordes, Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst. Der Regen sei, anders als in den Wochen zuvor, eingesickert und nicht gleich wieder abgeflossen. Die große Gefahr sei gebannt. Und die Waldbrandsaison ende mit dem Oktober. Das automatische Überwachungssystem mit Kameras, die Rauchentwicklung registrieren und an Leitstellen übermitteln, werde abgeschaltet. Landesweit wurden bis Ende September 175 kleinere Waldbrände gemeldet, bei denen eine Fläche von 116 Hektar betroffen war. Die Zahlen könnten sich laut dem Sachsenforst-Sprecher bis Jahresende durch Nachmeldungen oder neue Brände noch erhöhen. Zudem standen bei den Großfeuern in der Gohrischheide rund 545 Hektar in Flammen sowie etwa 115 Hektar im Nationalpark Sächsische Schweiz. Insgesamt wurden also rund 776 Hektar Opfer von Flammen. Dieses Jahr war ein sehr starkes Waldbrandjahr, von der Zahl her mit 2018 vergleichbar. Damals waren es 188 Brände, die Fläche mit rund 240 Hektar aber geringer. Für 2021 stehen deutlich weniger, nämlich 30 Waldbrände mit einer Gesamtfläche von 2,9 Hektar zu Buche. (Mit dpa)