Mi., 16.09.2026 , 12:52 Uhr

Polizei ermittelt weiter nach Vorfall mit 20 verletzten Schülern

Reizgas-Verdacht an Dresdner Schule: Ursache weiter unklar

Nach dem Vorfall an einer Oberschule in Dresden-Strehlen sind die Hintergründe weiter unklar. Die Polizei prüft einen möglichen Einsatz von Reizgas.

Dresden - Nach dem mutmaßlichen Reizgasvorfall an der 128. Oberschule im Dresdner Stadtteil Strehlen sind die Hintergründe weiter ungeklärt. Die Polizei prüft weiterhin, ob in dem Schulgebäude Reizgas oder andere Reizstoffe versprüht wurden.

Konkrete Hinweise auf einen bestimmten Stoff gibt es nach Angaben eines Polizeisprechers bislang nicht. Auch ob tatsächlich eine Straftat vorliegt, ist derzeit noch offen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung laufen weiter.

Die Polizei will nach eigenen Angaben klären, wie es zu dem Vorfall kommen konnte.

101 Menschen klagten über Beschwerden

Am Montag hatten zahlreiche Schüler über gesundheitliche Beschwerden geklagt. Nach Angaben der Feuerwehr waren insgesamt 101 Personen betroffen.

Zu den Symptomen gehörten Husten, Kopfschmerzen, Schwindel und Reizungen der Atemwege. Daraufhin wurde das Schulgebäude vollständig evakuiert.

Rund 440 Personen wurden aus der Schule ins Freie gebracht und untersucht. 20 Schüler im Alter von 11 bis 16 Jahren mussten anschließend in Dresdner Krankenhäusern behandelt werden.

Polizei prüft möglichen Reizstoff

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht weiterhin die Frage, ob ein Reizstoff im Gebäude freigesetzt wurde. Bislang gibt es nach Angaben der Polizei jedoch keine konkreten Erkenntnisse dazu, welcher Stoff die Beschwerden ausgelöst haben könnte.

Auch Hinweise auf eine vorsätzliche Tat liegen derzeit nicht vor. Die Ermittlungen werden dennoch unter dem Verdacht der gefährlichen Körperverletzung geführt.

Ähnliche Vorfälle hatten unterschiedliche Ursachen

Nach Angaben des Polizeisprechers gab es in der Vergangenheit bereits vergleichbare Fälle. Teilweise stellten sich diese später als Schülerstreiche heraus. In anderen Fällen waren technische Defekte die Ursache.

Für den aktuellen Vorfall gibt es bislang allerdings keine Hinweise auf eine dieser möglichen Erklärungen.

Die Ermittlungen dauern an.