Auf dem Leipziger Wasserfest ist es am Freitagabend zu zwei Reizgasattacken gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden dabei mindestens zwei Menschen leicht verletzt.
Zunächst soll ein 15-Jähriger aus bislang ungeklärter Ursache auf dem Autoscooter Reizgas versprüht haben. Dabei wurden eine 21 Jahre alte Frau und ein 27 Jahre alter Mann leicht verletzt. Der Jugendliche konnte noch auf dem Festgelände gestellt werden.
Später kam es laut Polizei erneut zu einem Reizgaseinsatz. Demnach soll ein weiterer 15-Jähriger Reizgas gegen den bereits betroffenen 27-Jährigen eingesetzt haben. Dieser hatte dem Jugendlichen zuvor eine rassistische Parole entgegengebracht.
Die Polizei ermittelt nun wegen der Strafbarkeit der rassistischen Parole sowie wegen gefährlicher Körperverletzung. Der 27-Jährige wurde vor Ort von Rettungskräften medizinisch versorgt.
Im Zusammenhang mit den Vorfällen sprach die Polizei eigenen Angaben zufolge knapp 20 Platzverweise aus. Weitere Hintergründe zu den Reizgasattacken sind bislang unklar.
Das Leipziger Wasserfest wurde durch die Vorfälle am Freitagabend erheblich überschattet. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.