Sa., 17.01.2026 , 14:50 Uhr

Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit geplant

Riesa: Prozess gegen Jugendlichen wegen Gift-Herstellung

Ein Jugendlicher aus dem Landkreis Meißen muss sich bald vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, in seinem Elternhaus tödliche Gifte hergestellt zu haben.

Vor dem Amtsgericht Riesa beginnt am 25. Februar der Prozess gegen einen Jugendlichen aus Zeithain. Wie ein Sprecher des Gerichts bestätigte, findet die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da der Angeklagte zur Tatzeit minderjährig war.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden soll der damals 17-Jährige in einem selbst eingerichteten Labor ein hochgiftiges Gemisch aus Ricin und Aconitin hergestellt haben. Zudem habe er aus online bestellten Chemikalien insgesamt 13 selbstgebaute Sprengkörper gefertigt und diese im Garten oder in der Nähe des Elternhauses gezündet.

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen der Herstellung und des Besitzes einer biologischen Waffe sowie wegen des unerlaubten Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen in 13 Fällen erhoben.

Der Jugendliche habe die Vorwürfe eingeräumt, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber Sachsen Fernsehen. Als Motiv nannte er demnach wissenschaftlichen Forscherdrang. Hinweise auf eine geplante Schädigung anderer Menschen gebe es laut Ermittlern nicht.