So., 05.07.2026 , 16:08 Uhr

Chemnitz

Rund 17.000 Gäste besuchen «Theater der Welt» in Chemnitz

18 Tage internationales Theater, mehr als 30 Produktionen und eine Auslastung von fast 92 Prozent: Das Festival «Theater der Welt» hat rund 17.000 Besucherinnen und Besucher nach Chemnitz gelockt. Viele Vorstellungen waren ausverkauft.

Chemnitz – Mit mehr als 30 internationalen Produktionen hat das Festival «Theater der Welt» Chemnitz 18 Tage lang zur Bühne für Theaterkunst aus aller Welt gemacht. Rund 17.000 Besucherinnen und Besucher kamen zu den Vorstellungen und Veranstaltungen.

Der große Publikumszuspruch sei für ihn keine Überraschung gewesen, erklärte Stefan Schmidtke, einer der drei Festival-Intendanten. Chemnitz habe sich bereits als Kulturhauptstadt Europas 2025 als weltoffene Stadt präsentiert.

Die meisten Vorstellungen des Festivals waren nach Angaben der Veranstalter ausverkauft. Die Auslastung lag bei 91,8 Prozent. Etwa ein Drittel des Publikums reiste von außerhalb an.

Zum Abschluss des Festivals war am Sonntagabend eine Party im Festivalzentrum am Spinnbau geplant, die bis in die frühen Morgenstunden dauern sollte.

Theater aus allen Kontinenten

Das Programm der diesjährigen Ausgabe war von neun Kuratorinnen und Kuratoren aus verschiedenen Ländern zusammengestellt worden. Zu erleben war ein breites Spektrum – von Pop-Oper und Schauspiel über Figuren- und Objekttheater bis hin zu Performances und Virtual-Reality-Erlebnissen.

Ein Schwerpunkt lag auf indigenen Stimmen und Perspektiven. Zum Auftakt am 18. Juni war mit «Split Tooth: Saputjiji» eine Produktion der kanadischen Sängerin und Autorin Tanya Tagaq zu erleben. Kehlkopfgesang und Tanz vermittelten dabei Eindrücke aus der Kultur der Inuit.

Schrille Pop-Oper und beklemmende VR-Dystopie

Für Begeisterung sorgte auch eine schrille Pop-Oper im Chemnitzer Opernhaus. Die Produktion war dem südafrikanischen Anti-Apartheid-Aktivisten und queeren Vorkämpfer Simon Nkoli gewidmet. Das Publikum feierte die Aufführung mit stehendem Applaus.

Einen ganz anderen Zugang wählte das Stück «Blur»: Mit VR-Brillen tauchten die Besucherinnen und Besucher in eine beklemmende dystopische Welt ein.

«Theater der Welt» gilt als eines der bedeutendsten internationalen Theaterfestivals Deutschlands. Es wird alle drei Jahre in einer anderen deutschen Stadt ausgerichtet.