Sa., 05.09.2026 , 14:39 Uhr

Botschafter Netschajew bestreitet gesteuerten Anschlagsversuch am Flughafen

Russland weist Vorwürfe zu Leipzig zurück

Nach dem Fund von Drohnen mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig/Halle weist Russlands Botschafter Vorwürfe gegen Moskau zurück und erklärt seine Sicht auf den Fall.

Der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew, weist den Vorwurf zurück, Moskau habe einen Sprengstoffanschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle gesteuert. In einem Podcast sagte Netschajew, Russland habe keine Absicht, die Bevölkerung oder die Bundesregierung zu provozieren. Hätte Russland tatsächlich etwas am Flughafen anrichten wollen, hätte dies anders ausgehen können, erklärte der Botschafter.

Deutsche Behörden sehen nach dem Fund von Drohnen mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig/Halle russische Geheimdienste hinter dem Vorfall. Nach bisherigen Angaben kam es vor Ort zu keinen Folgen, weil ein Sprengsatz in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs nicht explodierte. Als Reaktion auf den Vorfall wurden Maßnahmen gegen russische Einrichtungen in Deutschland beschlossen. Russland kündigte daraufhin Gegenmaßnahmen gegen deutsche Kulturinstitutionen an.

Netschajew erklärte zugleich, Russland wolle keinen Krieg mit der Nato oder Deutschland. Gleichzeitig bezeichnete er die Unterstützung der Ukraine durch Nato-Staaten als Beteiligung an einem Konflikt. Russland war 2022 in die Ukraine einmarschiert und führt seitdem den Krieg gegen das Nachbarland fort.