Mo., 31.08.2026 , 13:53 Uhr

Neues Netzwerk soll Polizei, Verfassungsschutz und Justiz enger vernetzen

Sachsen baut Cyberabwehr gegen Angriffe aus

Sachsen bündelt seine Kräfte gegen Cyberangriffe. Ein neues Netzwerk soll Behörden besser vernetzen und im Ernstfall einen schnelleren Informationsaustausch ermöglichen.

Dresden - Sachsen stellt sich mit einer neuen behördenübergreifenden Cyberabwehr gegen zunehmende digitale Angriffe auf. Dafür werden Fachleute verschiedener Sicherheits- und Justizbehörden in einem gemeinsamen Netzwerk zusammengebracht.

Nach Angaben der Staatskanzlei gehören dazu unter anderem Experten des Landeskriminalamtes, des Verfassungsschutzes sowie der Zentralstelle zur Bekämpfung von Cybercrime bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden.

Ziel ist es, Informationen über digitale Bedrohungen schneller zwischen den beteiligten Stellen auszutauschen und bei konkreten Angriffen abgestimmt reagieren zu können.

Gemeinsames Lagebild bei digitalen Angriffen

Kommt es zu einem Cyberangriff auf Behörden oder Unternehmen, soll künftig ein gemeinsames Cyberlagebild erstellt werden. Dadurch sollen relevante Informationen schneller zusammengeführt und den beteiligten Stellen zur Verfügung gestellt werden.

Die engere Zusammenarbeit soll auch dazu beitragen, die Aufklärung entsprechender Straftaten zu beschleunigen. Zuständigkeiten verschiedener Behörden sollen dabei stärker miteinander verzahnt werden.

Die sächsische Cyberabwehr soll außerdem an das Nationale Cyber-Abwehrzentrum des Bundes angeschlossen werden. Damit soll der Austausch nicht nur innerhalb Sachsens, sondern auch mit Strukturen auf Bundesebene gestärkt werden.

Sachsen sieht zunehmende Gefahr im Cyberraum

Daniela Dylakiewicz, Beauftragte des Freistaates für Informationstechnologie, verweist auf eine zunehmende Bedrohung durch digitale Angriffe. Diese würden professioneller und könnten im schlimmsten Fall erhebliche Schäden verursachen.

Staat und Verwaltung müssten deshalb auf diese Entwicklung reagieren und die Zusammenarbeit über bestehende Zuständigkeitsgrenzen hinweg verbessern.

Mit der Einrichtung der behördenübergreifenden Cyberabwehr setzt die sächsische Staatsregierung zugleich ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag der CDU-SPD-Minderheitsregierung um.