Sachsen - Bei einem Treffen des sächsischen Kabinetts in Brüssel wurde der sogenannte European Chips Act besprochen, der unter anderem den Ausbau der Halbleiterproduktion im Freistaat Sachsen unterstützen soll.
Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte, dass die Europäische Union gemeinsam handeln müsse, um im globalen Wettbewerb eine Rolle zu spielen. Sachsen als Land der Hochtechnologien und Innovationen im Herzen Europas werde vom European Chips Act profitieren, indem es Allianzen mit anderen starken Wirtschaftsräumen eingehe und Wissenschaftskooperationen mit seinen Nachbarländern ausbaue. Bei dem Treffen mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, wurde auch der Stand der Trilogverhandlungen zum European Chips Act diskutiert. Zukünftig sollen nicht nur Großprojekte, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen mit Innovationspotenzial gefördert werden.
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig zeigte sich zuversichtlich, dass Sachsen einen großen Beitrag zur digitalen Souveränität der EU leisten könne. Die Erweiterungspläne von Infineon und Globalfoundries sowie die Eröffnung der neuen Fabrik von Bosch zeigen laut Dulig, dass auch die Nachfrage für Halbleiterprodukte vorhanden sei.
Die sächsische Regierung ist für zwei Tage in Brüssel und plant auch eine Konsultation mit dem Kabinett von Flandern. (mit dpa)