Do., 14.05.2026 , 13:44 Uhr

Von Giftpflanzen bis Alpenblumen – außergewöhnliche Anlagen öffnen wieder

Sachsen entdecken: Diese besonderen Gärten überraschen mit seltenen Pflanzen

Besondere Pflanzen, seltene Blüten und außergewöhnliche Konzepte: In Sachsen starten zahlreiche Spezialgärten in die neue Saison. Besucher erwartet eine Reise von alpinen Gewächsen bis hin zu Heil- und Giftpflanzen.

Chemnitz/Leipzig/Bautzen. Seltene Pflanzen, alpine Gewächse und historische Gartenkonzepte locken jetzt wieder Besucher in Sachsens Spezialgärten. Ob Giftpflanzen in Leipzig oder Bibelkräuter im Landkreis Bautzen – die Anlagen bieten besondere Einblicke in die Welt der Pflanzen.

Im Arktisch-Alpinen Garten in Chemnitz wachsen auf rund 2.000 Quadratmetern etwa 4.000 Pflanzenarten aus Hochgebirgen und kalten Regionen der Welt. Besucher entdecken dort seltene Gewächse aus den Alpen, den Pyrenäen oder der asiatischen Tundra. Laut Stiftungsvorstand Stefan Jeßen wurde zuletzt sogar eine neue Farnart aus dem Kaukasusgebiet entdeckt.

Ganz andere Pflanzen stehen im Apothekergarten Leipzig im Mittelpunkt. Dort erfahren Besucher mehr über Heil- und Giftpflanzen wie Eisenhut oder Tollkirsche. Informationstafeln erklären die Wirkung der Pflanzen und ihre medizinischen Einsatzgebiete. Der Botanische Garten Leipzig gilt als älteste botanische Anlage Deutschlands und zählt jährlich rund 150.000 Besucher.

Auch der Erzgebirgsgarten in Großrückerswalde bereitet sich auf die Saison vor. Der denkmalgeschützte Privatgarten setzt auf Artenvielfalt, naturnahe Gestaltung und den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel. Betreiber Oliver Richter erweitert die Anlage derzeit zu einem Schaugarten.

Im Bibelland Oberlichtenau im Landkreis Bautzen wachsen Pflanzen, die bereits in der Bibel erwähnt werden – darunter Feigen, Granatäpfel und verschiedene Kräuter. Ergänzt wird die Anlage durch Nachbildungen historischer Szenen aus dem biblischen Alltag.

Einen modernen Ansatz verfolgt der Mitmachgarten „Gartenutopie“ in Chemnitz. Auf einer ehemaligen Brachfläche wird dort gemeinschaftlich Gemüse angebaut. Das Projekt gilt inzwischen als Treffpunkt für Gartenfreunde und Nachbarn.