Mehr als 8.000 Lehrstellen sind derzeit in Sachsen unbesetzt. Besonders gesucht werden Elektronikerinnen und Elektroniker sowie Fachkräfte in weiteren technischen und handwerklichen Berufen. Das Wirtschaftsministerium will deshalb die berufliche Ausbildung attraktiver gestalten und Betriebe gezielt unterstützen. Elf Millionen Euro stehen für die Modernisierung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten bereit. Dort sollen Auszubildende künftig mit zeitgemäßer Technik und aktuellen Verfahren arbeiten. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Handwerk stieg bereits von 5.152 im Jahr 2021 auf 5.930 im vergangenen Jahr.
Auch der berufliche Aufstieg soll stärker gefördert werden. Wer 2026 erfolgreich eine Meisterprüfung ablegt, erhält künftig einen Bonus von 3.000 statt bislang 2.000 Euro. Seit der Einführung im Jahr 2016 wurde die Förderung nach Angaben des Ministeriums an 10.581 Meisterinnen und Meister ausgezahlt. Die Qualifikation gewinnt auch wegen anstehender Betriebsübergaben an Bedeutung: Fast 40 Prozent der sächsischen Betriebsinhaber sind älter als 55 Jahre, in den kommenden zehn Jahren stehen rund 19.000 Übergaben an. Gleichzeitig wurden 2024 mehr als 6.000 Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Die Zahl der Auszubildenden mit ausländischen Wurzeln stieg hingegen von 978 im Jahr 2021 auf 2.219.