Dresden - Der Freistaat Sachsen setzt seine Unterstützung für die sächsischen Tafeln auch im Jahr 2026 fort. Für investive Vorhaben stellt das Land erneut 400.000 Euro aus dem Landeshaushalt bereit. Ab sofort können die Träger der sächsischen Tafeln entsprechende Förderanträge bei der Sächsischen Aufbaubank, kurz SAB, einreichen. Die Antragsfrist endet am 16. Juli 2026.
Sozialministerin Petra Köpping würdigte die Arbeit der Tafeln und der zahlreichen Ehrenamtlichen. Die Tafeln verbänden seit vielen Jahren zwei zentrale gesellschaftliche Anliegen: Sie wirkten Lebensmittelverschwendung entgegen und unterstützten zugleich bedürftige Menschen. Köpping dankte allen Ehrenamtlichen, die diese Arbeit täglich organisatorisch und menschlich möglich machen.
Die investive Förderung soll die Arbeit der Tafelbetriebe in mehreren Bereichen stärken. Unterstützt werden können unter anderem Vorhaben in den Bereichen Logistik, Räumlichkeiten, Sicherheit, Arbeitsschutz und Energieeffizienz. Auch Maßnahmen zur Einhaltung von Hygienevorgaben und weiteren Vorschriften können gefördert werden.
Von den Investitionen profitieren nach Angaben des Sozialministeriums vor allem die Tafelkunden, aber auch die ehrenamtlich Engagierten vor Ort. Pro Projektvorhaben sind Fördersummen zwischen 2.500 und 30.000 Euro möglich.
In Sachsen gibt es nach Angaben des Freistaates 45 Tafeleinrichtungen sowie den Landesverband Tafel Sachsen e.V. Zusammen bilden sie ein flächendeckendes Netz von etwa 110 Ausgabestellen. Das Angebot der Tafeln richtet sich an bedürftige Menschen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Sachsen.
Neben der investiven Förderung unterstützt der Freistaat auch die bei den Tafeln engagierten Ehrenamtlichen. Sie können über das Ehrenamtsförderprogramm „Wir für Sachsen“ eine monatliche pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 40 Euro erhalten. Für das Programm stehen in diesem Jahr 11 Millionen Euro zur Verfügung.
Weitere Informationen zum aktuellen Antragsverfahren sind auf der Seite der Sächsischen Aufbaubank sowie über das Förderportal „Wir für Sachsen“ zu finden.