Mi., 22.07.2026 , 13:50 Uhr

Freistaat bleibt mit 544 Pkw je 1.000 Einwohner unter dem Bundesschnitt

Sachsen hat geringste Autodichte der Flächenländer

In Sachsen sind 544 Pkw je 1.000 Einwohner zugelassen. Damit hat der Freistaat unter allen Flächenländern die geringste Autodichte.

Kamenz/Wiesbaden. Sachsen weist unter den deutschen Flächenländern die geringste Pkw-Dichte auf. Zum Stichtag 1. Januar waren im Freistaat rund 544 Autos je 1.000 Einwohner zugelassen. Das geht aus dem Regionalatlas Deutschland hervor.

Damit kommt in Sachsen rechnerisch auf gut jeden zweiten Einwohner ein zugelassener Pkw. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Autodichte nach Angaben des Statistischen Landesamtes um 0,3 Prozent beziehungsweise um zwei Fahrzeuge je 1.000 Einwohner.

Trotz des Anstiegs liegt Sachsen deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Deutschlandweit waren zum Jahresbeginn 593 Pkw je 1.000 Einwohner zugelassen.

Nur Stadtstaaten haben eine niedrigere Autodichte

Eine geringere Pkw-Dichte als Sachsen verzeichneten ausschließlich die drei Stadtstaaten. In Berlin waren 330 Autos je 1.000 Einwohner zugelassen. In Bremen lag der Wert bei 427, in Hamburg bei 432 Fahrzeugen.

Im Vergleich der Flächenländer steht Sachsen damit am unteren Ende der Statistik. Auch die übrigen ostdeutschen Flächenländer lagen unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt.

Auf Sachsen folgten Mecklenburg-Vorpommern mit 566 Pkw je 1.000 Einwohner, Thüringen mit 572 und Sachsen-Anhalt mit 577 Fahrzeugen. Brandenburg kam auf 588 Pkw je 1.000 Einwohner und lag damit ebenfalls knapp unter dem Bundesdurchschnitt.

Saarland weist bundesweit höchsten Wert auf

Die höchste Autodichte unter den Bundesländern wurde erneut im Saarland registriert. Dort kamen 649 Pkw auf 1.000 Einwohner. Rechnerisch entspricht das etwa einem Auto auf zwei von drei Einwohnern.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern hängen unter anderem mit der Siedlungsstruktur zusammen. In größeren Städten und Ballungsräumen kann ein dichteres öffentliches Verkehrsangebot dazu beitragen, dass Einwohner häufiger auf ein eigenes Auto verzichten.

Leipzig mit besonders niedriger Pkw-Dichte

Innerhalb Sachsens zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Die geringste Pkw-Dichte wurde in Leipzig erfasst. Dort waren 380 Autos je 1.000 Einwohner zugelassen.

Nach Berlin war Leipzig damit die Stadt mit der zweitniedrigsten Pkw-Dichte in Deutschland. Der Wert liegt zudem deutlich unter dem sächsischen Durchschnitt von 544 Fahrzeugen.

Die höchste Autodichte innerhalb des Freistaates verzeichnete der Erzgebirgskreis. Dort kamen 644 Pkw auf 1.000 Einwohner. Der Wert liegt damit nur knapp unter dem bundesweiten Spitzenwert des Saarlandes.

Mehr als 2,18 Millionen Autos in Sachsen

Insgesamt waren in Sachsen zum Jahresbeginn 2.188.519 Pkw zugelassen. Das waren etwa 2.000 Fahrzeuge mehr als im Jahr 2025.

Während die absolute Zahl der zugelassenen Autos damit nur leicht zunahm, stieg auch die Zahl der Fahrzeuge im Verhältnis zur Bevölkerung. Dennoch bleibt die Pkw-Dichte im Freistaat hinter dem bundesweiten Wert zurück.

Deutschland erreicht neuen Höchststand

Deutschlandweit waren zum Jahresbeginn rund 49,5 Millionen Pkw zugelassen. Das waren etwa 150.000 Fahrzeuge mehr als ein Jahr zuvor und damit so viele wie nie zuvor.

Auch die bundesweite Pkw-Dichte erreichte einen neuen Höchststand. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes erhöhte sich der Wert innerhalb eines Jahres um drei auf 593 Autos je 1.000 Einwohner.

In allen Flächenländern nahm die Pkw-Dichte zu. Eine andere Entwicklung zeigte sich nur in den Stadtstaaten. In Berlin und Bremen ging die Zahl der Autos im Verhältnis zur Bevölkerung zurück. In Hamburg blieb sie unverändert.