So., 16.11.2025 , 08:17 Uhr

Winterdienst geschult, Streusalz aufgefüllt, Schneezäune gesetzt

Sachsen: Kommunen fürchten harten Winter

Bildquelle: Imago

Streusalz, Schneezäune und geschulte Teams: Sachsens Kommunen haben ihre Winterdienste für die kommenden kalten Wochen vorbereitet.
Von Leipzig bis ins Erzgebirge sind Fahrzeuge, Fahrer und Lagerstätten einsatzbereit.

Die Salzlager der Straßenmeistereien sind prall gefüllt: Zehntausende Tonnen Salz, ergänzt durch Splitt und Sole, stehen bereit. Spitzenreiter ist der Erzgebirgskreis mit rund 16.000 Tonnen Streusalz sowie 20 Kilometern Schneezäunen. Bis zu 56 Winterdienstfahrzeuge können dort ausrücken.

In Leipzig werden derzeit rund 200 Fahrerinnen und Fahrer geschult. „Wir üben im Herbst, damit jeder Handgriff sitzt, wenn es darauf ankommt“, sagte Winterdienstmitarbeiterin Katja Wehnert. Die Fahrer trainieren vor allem mit den langen und breiten Aufbauten der Winterfahrzeuge – besonders in engen Straßen.

In Mittelsachsen beginnen die Schichten oft bereits um 3 Uhr morgens, erklärte Abteilungsleiterin Claudia Landgraf. Ein Umlauf über alle Strecken kann bis zu drei Stunden dauern. „Es mag Verkehrsteilnehmern so vorkommen, als sei noch niemand da gewesen – aber unsere Teams können nicht überall gleichzeitig sein“, betonte das Landratsamt.

Der Landkreis Leipzig erinnert außerdem daran, dass keine Pflicht besteht, jede Straße jederzeit freizuhalten. Gestreut werden vor allem besonders gefährliche Stellen. Autofahrer sollten daher mehr Zeit einplanen, vorsichtig fahren und auf Winterreifen setzen – diese sind bei Schnee und Eis gesetzlich vorgeschrieben.