Dresden - Im Jahr 2025 sind insgesamt 917 Menschen aus Sachsen abgeschoben worden. Das geht aus aktuellen Zahlen der Behörden hervor. Damit liegt die Zahl der Rückführungen leicht unter dem Vorjahreswert: 2024 wurden 936 Personen aus dem Freistaat abgeschoben.
Den größten Teil der Abschiebungen führte die Landesdirektion Sachsen als obere Ausländerbehörde durch. Sie verantwortete 784 Rückführungen. Weitere 133 Abschiebungen wurden von den unteren Ausländerbehörden organisiert.
Bei mindestens 307 der abgeschobenen Personen handelte es sich um rechtskräftig verurteilte Straftäter. Das entspricht einem Anteil von 33,5 Prozent. Bei dieser Statistik werden aufenthaltsrechtliche Delikte wie unerlaubte Einreise oder unerlaubter Aufenthalt nicht berücksichtigt.
Zu den wichtigsten Zielländern der Rückführungen durch die Landesdirektion Sachsen zählten im vergangenen Jahr Georgien, die Türkei, Tunesien, Marokko und Indien.
Während die Zahl der Abschiebungen relativ stabil blieb, stieg die Zahl freiwilliger Ausreisen deutlich an. Im Jahr 2025 verließen 1.588 Menschen Sachsen freiwillig, nachdem ihre Asylverfahren abgeschlossen waren. 2024 lag diese Zahl noch bei 950 Personen.
Damit erreichte die freiwillige Rückkehr ein Allzeithoch. Behörden führen den Anstieg unter anderem auf intensive Beratung, Unterstützung und behördliche Begleitung bei der freiwilligen Rückkehr zurück. Gleichzeitig spielt auch die Aussicht auf eine mögliche zwangsweise Rückführung eine Rolle.
Insgesamt verließen im Jahr 2025 rund 12.736 Menschen aus Nicht-EU-Staaten den Freistaat Sachsen. Darunter waren unter anderem 2.621 Personen aus der Ukraine, 901 aus der Türkei, 740 aus Indien und 729 aus Syrien.
Die Zahl der neu registrierten Asylsuchenden ist in Sachsen im Jahr 2025 deutlich gesunken. Insgesamt wurden 5.189 Asylbewerber in den Aufnahmeeinrichtungen des Freistaates aufgenommen. Im Jahr zuvor waren es noch 10.120 Personen.
Die größten Gruppen der Asylsuchenden kamen aus Venezuela, Afghanistan, Syrien, Pakistan und der Türkei.
Neben Asylsuchenden wurden auch ukrainische Flüchtlinge zeitweise in den Aufnahmeeinrichtungen des Freistaates untergebracht. 2025 betraf das 5.942 Personen. Im Jahr zuvor lag diese Zahl noch bei 1.912.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 8.380 Menschen aus der Ukraine neu in Sachsen aufgenommen. 2024 waren es 8.595 Personen.
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 verfügten die drei Aufnahmeeinrichtungen in Dresden, Chemnitz und Leipzig über insgesamt zwölf aktive Unterkünfte. Die Kapazität lag bei 4.511 Plätzen.
Aufgrund sinkender Zugangszahlen konnten einige Unterbringungseinrichtungen vorübergehend außer Betrieb genommen werden. Ein Teil dieser Kapazitäten bleibt jedoch weiterhin verfügbar und kann bei Bedarf wieder aktiviert werden.
Zum Jahresende 2025 befanden sich in Sachsen 25.524 Personen im Asylverfahren oder waren vollziehbar ausreisepflichtig. Von den 12.527 ausreisepflichtigen Menschen verfügten 10.633 über eine Duldung.
Zusätzlich lebten zum Jahreswechsel 70.164 Schutzsuchende aus der Ukraine im Freistaat Sachsen.