So., 22.03.2026 , 18:00 Uhr

DRK sieht sich für die Badesaison gerüstet, warnt aber vor Lücken bei der Sicherheit

Sachsen: Mehr Seetourismus bringt Wasserwacht an Grenzen

Mehr Badegäste, mehr Wassersport, mehr Verantwortung: Die Wasserwacht in Sachsen blickt vorbereitet auf die neue Saison, sieht durch den wachsenden Tourismus an den Seen aber auch zunehmende Herausforderungen. Sachsen Fernsehen fasst zusammen, wo das DRK Handlungsbedarf sieht.

Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes ist die Wasserwacht in Sachsen gut auf die kommende Badesaison vorbereitet. In den vergangenen Monaten seien Einsatzkräfte intensiv geschult, neue Helfer ausgebildet und Technik sowie Rettungsmittel einsatzfähig gemacht worden. Im Freistaat engagieren sich nach DRK-Angaben mehr als 5.900 Frauen und Männer für die Sicherheit an den Gewässern, darunter auch 71 Jugendgruppen.

Auch die Bilanz des vergangenen Jahres zeigt, wie wichtig diese Arbeit ist. Trotz einer eher kühlen Badesaison 2025 retteten die Einsatzkräfte in Sachsen 18 Menschenleben. In 149 Fällen wurden Patienten erstversorgt und an den Rettungsdienst übergeben. Insgesamt verzeichnete die Wasserwacht 1.769 Einsätze.

Gleichzeitig wächst mit dem Ausbau des Wassertourismus im Lausitzer Seenland und im Leipziger Neuseenland auch der Druck auf die Sicherheitsstrukturen. Immer mehr Menschen nutzen die Gewässer zum Baden, für Wassersport oder zur Erholung. Das DRK begrüßt diese Entwicklung grundsätzlich, macht aber deutlich, dass vielerorts die Sicherheitsstruktur mit dem touristischen Wachstum nicht Schritt halte.

Besonders kritisch sieht das DRK, dass von den 35 ausgewiesenen EU-Badegewässern in Sachsen derzeit nicht einmal die Hälfte regelmäßig bewacht wird. Aus Sicht der Wasserwacht zeigt die Erfahrung aber klar: Dort, wo Rettungsstationen besetzt sind, steigt die Sicherheit für Badegäste und Wassersportler deutlich.