Fr., 17.04.2026 , 13:36 Uhr

Waldumbau zu Mischwäldern wird vorangetrieben

Sachsen pflanzt fünf Millionen Bäume

Sachsenforst will 2026 mehr als fünf Millionen Bäume pflanzen. Ziel sind klimastabile Mischwälder, doch Trockenheit und Saatgutmangel erschweren das Vorhaben.

Pirna - Sachsenforst treibt den Umbau der Wälder im Freistaat weiter voran. In diesem Jahr sollen mehr als fünf Millionen junge Bäume im Staatswald gepflanzt werden. Wie der Staatsbetrieb mitteilte, sind Pflanzungen auf rund 1.310 Hektar geplant.

Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung klimastabilerer Mischwälder. Vor allem Laubgehölze sollen den bisherigen Waldbestand ergänzen. Ihr Anteil beträgt den Angaben zufolge etwa 72 Prozent. Besonders häufig kommen Rotbuchen sowie Trauben- und Stieleichen zum Einsatz. Bei den Nadelbäumen spielt die Weißtanne eine wichtige Rolle.

Der Freistaat Sachsen investiert rund 15,6 Millionen Euro in Pflanzungen und Waldsaaten. Ziel ist es, die Wälder langfristig widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch betonte, dass leistungsfähige und artenreiche Wälder notwendig seien, um ihre vielfältigen Funktionen auch für kommende Generationen zu erhalten.

Allerdings steht das Vorhaben vor mehreren Herausforderungen. Geringe Niederschläge seit Jahresbeginn erschweren das Anwachsen der jungen Bäume. Nach Angaben von Sachsenforst lag der Winter-Niederschlag sogar unter dem bereits niedrigen Niveau des Vorjahres. Für ein erfolgreiches Wachstum seien daher dringend ausreichende Regenmengen erforderlich.

Ein weiteres Problem stellt die Verfügbarkeit von Saatgut dar. Viele Baumarten produzieren nicht in jedem Jahr gleich viele Samen. In sogenannten Mastjahren müsse daher möglichst viel Saatgut gesichert werden, um die geplanten Aufforstungsmaßnahmen umsetzen zu können.

Zusätzlich können Wildtiere die jungen Pflanzen schädigen. Rehe, Rotwild und Hasen verbeißen häufig die Knospen der Bäume. Sachsenforst setzt deshalb auf eine angepasste Jagd, um die Wildbestände zu regulieren und Schäden zu reduzieren. Ziel ist es, auf zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Zäune möglichst verzichten zu können.