Do., 26.06.2025 , 10:41 Uhr

Fünf Millionen Euro jährlich sollen wichtige Leistungen stabilisieren

Sachsen stockt Mittel für Studentenwerke auf

Die Studentenwerke in Sachsen erhalten jährlich 5 Mio. Euro zusätzlich. Der Landtag reagiert damit auf steigende Kosten – und sichert zentrale Angebote für Studierende.

Sachsen unterstützt Studentenwerke mit Millionenbetrag

Die sächsischen Studentenwerke können aufatmen: Im Rahmen des Doppelhaushalts 2025/2026 hat der Sächsische Landtag beschlossen, die Finanzierung der Einrichtungen um jährlich fünf Millionen Euro aufzustocken. Die Entscheidung wurde am 26. Juni 2025 bekannt gegeben – und wird von den Studentenwerken ausdrücklich begrüßt.

Wichtiger Schritt gegen Finanzierungslücke
Die Mittel sollen helfen, die gestiegene Belastung durch Personal-, Energie- und Sachkosten abzufedern. Noch im März war insbesondere beim Studentenwerk Dresden vor dramatischen Einschnitten gewarnt worden. Ohne zusätzliche Gelder drohten Einschränkungen in der Hochschulgastronomie, der Wohnraumversorgung und bei Beratungsangeboten.

„Wir sind sehr erleichtert über diese Zuschüsse, die höher ausfallen als im ursprünglichen Regierungsentwurf vorgesehen“, sagt Anja Schönherr, Sprecherin der sächsischen Studentenwerke. Die Entscheidung stärke das Ziel, allen Studierenden – unabhängig von Herkunft und finanziellen Möglichkeiten – den Zugang zu akademischer Bildung zu sichern.

Semesterbeitrag wurde bereits erhöht
Zur Überbrückung hatte das Studentenwerk Dresden in Absprache mit den Studierendenvertretungen bereits im Mai eine befristete Erhöhung des Semesterbeitrags um 15 Euro beschlossen. Damit stieg der Beitrag dort auf 112,73 Euro pro Semester. Mit dem nun beschlossenen Zuschuss durch den Landtag ist zumindest für die kommenden Monate mehr finanzielle Stabilität geschaffen.

Lücken bleiben – Investitionsbedarf weiterhin hoch
Trotz der Aufstockung bleiben Herausforderungen bestehen: Der Zuschuss gleicht die bestehenden Defizite nicht vollständig aus, und für notwendige Investitionen – etwa in die Sanierung von Mensen – fehlen weiterhin gesonderte Mittel. Auch das Bundesprogramm „Junges Wohnen“ kann diesen Bedarf nicht allein decken.

Michael Rollberg, Geschäftsführer des Studentenwerks Dresden, betont die politische Bedeutung des Beschlusses: „Parteiübergreifend wurde gezeigt, dass die sozialen Belange der Studierenden ernst genommen werden. Dieser Schritt gibt uns den notwendigen Spielraum, begonnene Maßnahmen fortzuführen.“

Ein gemeinsamer Erfolg
Neben dem Engagement der demokratischen Fraktionen dankten die Studentenwerke auch den Studierenden selbst. Diese hatten sich über die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) und lokale Vertretungen stark für eine bessere Finanzierung eingesetzt.

Die Verteilung der zusätzlichen Mittel auf die einzelnen Studentenwerke wird in den kommenden Wochen konkretisiert.