Chemnitz- Wasserstoff, Grundwasserschutz oder Umweltbildung: Sachsen und Tschechien fördern neue gemeinsame Vorhaben. Die EU stellt dafür rund elf Millionen Euro bereit.
Sachsen und Tschechien wollen 13 neue grenzüberschreitende Projekte mit insgesamt rund 11 Millionen Euro aus EU-Mitteln fördern. Das beschloss der Begleitausschuss des Interreg-Programms Sachsen-Tschechien in Chemnitz, wie das Infrastrukturministerium mitteilte. Die Vorhaben reichen von Wasserstofftechnologie über Grundwasserschutz bis hin zu Umweltbildung und Katastrophenschutz.
Unter anderem soll das Projekt «ReH2gion» die Wasserstoffwirtschaft im Grenzraum stärken. In Chemnitz und im tschechischen Ústí nad Labem entstehen dafür zwei miteinander vernetzte Wasserstoff-Zentren als Anlaufstellen für Unternehmen, Forschung und Verwaltung.
Ein weiteres Projekt unter Leitung der TU Bergakademie Freiberg untersucht gemeinsam mit tschechischen Partnern geologische Strukturen und Grundwasserverhältnisse im Osterzgebirge. Die Ergebnisse sollen unter anderem helfen, Auswirkungen großer Infrastruktur- oder Bergbauvorhaben auf die Trinkwasserversorgung frühzeitig einzuschätzen. «In den sächsischen Grenzregionen wird der europäische Gedanke von zahlreichen Menschen jeden Tag gelebt», erklärte Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU). Um diese Zusammenarbeit fortsetzen zu können, seien auch künftig starke Programme wie Interreg und ausreichend regionaler Gestaltungsspielraum in der europäischen Förderpolitik nötig.
Nach Angaben des Ministeriums wurden seit Beginn der Förderperiode 2021 bis 2027 bereits 122 Projekte mit rund 133 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Für das gesamte Programm stehen rund 190 Millionen Euro zur Verfügung. (dpa)