Sa., 02.05.2026 , 10:06 Uhr

Ost-Länder tragen weiter hohe Kosten für Zusatz- und Sonderrenten

Sachsen zahlt 670 Millionen Euro für DDR-Sonderrenten

Sachsen muss in diesem Jahr rund 670 Millionen Euro für Zusatz- und Sonderrenten aus DDR-Zeiten einplanen. Damit bleibt der Freistaat einer der ostdeutschen Länder, die weiterhin hohe Kosten für diese Rentenleistungen tragen.

Insgesamt müssen die ostdeutschen Bundesländer in diesem Jahr rund 2,3 Milliarden Euro für DDR-Zusatz- und Sonderrenten aufbringen. Das geht aus einer Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Christian Görke hervor. Neben Sachsen sind auch Sachsen-Anhalt mit rund 360 Millionen Euro und Thüringen mit rund 350 Millionen Euro betroffen. Der Gesamtbetrag für die ostdeutschen Länder sinkt zwar, weil der Bund inzwischen einen größeren Anteil übernimmt, dennoch bleibt die finanzielle Belastung hoch.

Die Zusatzversorgung war zu DDR-Zeiten eine zusätzliche Rente für bestimmte Berufsgruppen, etwa im Gesundheitswesen. Die Sonderversorgung war ein eigenes Alterssicherungssystem, zum Beispiel für Polizisten. Nach der deutschen Einheit wurden diese Ansprüche in das bundesdeutsche Rentensystem übernommen. Die Linke fordert nun, dass der Bund die Zahlungen komplett übernimmt. Die sachsen-anhaltische Fraktionsvorsitzende Eva von Angern kritisierte, die Landeshaushalte dürften nicht weiter mit diesen Kosten belastet werden.