Mo., 24.08.2026 , 10:34 Uhr

13 Leipziger Akteure präsentieren sich auf der Branchenmesse in Köln

Sachsen zeigt Games-Stärke auf der gamescom

Sachsen ist mit 25 Ausstellern auf der gamescom in Köln vertreten. Allein 13 Unternehmen und Institutionen kommen aus Leipzig – so viele wie noch nie.

Leipzig - Vom 26. bis 28. August präsentiert sich Sachsen erneut mit einem Gemeinschaftsstand auf der gamescom in Köln. Insgesamt 25 Entwickler-Teams, Studios, Start-ups, Netzwerke und Institutionen stellen sich gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH in der Business Area der Messe vor. Einen besonders großen Anteil daran hat Leipzig: 13 Unternehmen und Institutionen aus der Messestadt sind in diesem Jahr vertreten.

Leipzig mit so vielen Akteuren wie noch nie

Nach Angaben der Stadt Leipzig ist die Zahl der Leipziger Teilnehmer damit so hoch wie noch nie. Zu den vertretenen Akteuren gehören unter anderem FusionPlay, Polynormal Games, ROTxBLAU, Schenker Technologies, Sensape und Team Nava Games.

Auch der Games & XR Mitteldeutschland e.V. ist am Gemeinschaftsstand vertreten und bringt mehrere weitere Akteure zusammen. Dazu zählen unter anderem Inclusive Gaming, die Leipziger Messe mit dem Gaming-Festival CAGGTUS sowie das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig.

Ebenfalls Teil des Auftritts ist der R42 Games Hub & Games Accelerator aus Leipzig. Mit dabei sind unter anderem Dreambound Studio, Level Labs und PandaBee Studios. Der R42 soll als zentraler Ort für Vernetzung, Kooperation und die Weiterentwicklung junger Unternehmen der Branche dienen.

Anja Hähle-Posselt, Amtsleiterin des Amts für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig, sieht in der hohen Zahl der Teilnehmer ein Zeichen für die Entwicklung des Standorts. Mit dem R42 Games Hub & Accelerator und einem Branchennetzwerk würden Studios und Start-ups beim Gründen, Wachsen und Vernetzen unterstützt.

Gemeinschaftsstand bündelt sächsische Games-Branche

Neben den Leipziger Unternehmen sind weitere Akteure aus Sachsen sowie aus anderen mitteldeutschen Städten vertreten. Dazu gehören beispielsweise die move technology GmbH aus Chemnitz und VINFERNIA aus Dresden. Über die Mitteldeutsche Medienförderung präsentieren sich zudem Studios aus Halle, Weimar und Waldenburg.

Friedrich Lüder, Geschäftsführer des Games & XR Mitteldeutschland e.V., verweist darauf, dass neben den 25 Ausstellern am Gemeinschaftsstand weitere sächsische Studios und Akteure in anderen Bereichen der gamescom vertreten seien. Der gemeinsame Stand solle deshalb als zentraler Anlaufpunkt für Unternehmen, Partner und Interessierte dienen.

Organisiert wird der Gemeinschaftsstand von der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz.

Games als Wirtschaftsfaktor

Die Wirtschaftsförderung Sachsen ordnet Games und interaktive Technologien sowohl der Softwareindustrie als auch der Kreativwirtschaft zu. Potenzial sieht sie dabei nicht nur innerhalb der Unterhaltungsbranche, sondern auch an Schnittstellen zur Industrie und zum Bildungsbereich.

WFS-Geschäftsführer Thomas Horn verweist in diesem Zusammenhang auf die Hochschullandschaft und den R42 Games Hub in Leipzig. Die dort entstandenen Strukturen sollen unter anderem die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Kooperationen und das Wachstum von Unternehmen unterstützen.

Ergänzt wird dies durch die Games-Förderung der Mitteldeutschen Medienförderung. Sie soll insbesondere Indie-Studios bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Projekte unterstützen.

Fachprogramm und Möglichkeiten zur Vernetzung

Während der gamescom ist am Sachsen-Stand ein Rahmenprogramm mit Expertengesprächen, Frage-und-Antwort-Runden sowie Beiträgen zu Internationalisierung, Games-Entwicklung und dem Wachstum von Studios geplant. Außerdem können verschiedene Spiele direkt am Stand ausprobiert werden.

Die Unternehmen sollen auf der Messe unter anderem mit Publishern, potenziellen Auftraggebern, Medien und möglichen Kooperationspartnern in Kontakt kommen. Für den 27. August ist zudem ein sogenanntes Bergfest mit rund 200 erwarteten Gästen angekündigt.

Weitere Formate wie „Presse-Outreaches“ und „Lagerfeuer Pitches“ richten sich insbesondere an junge Unternehmen, die die Präsentation und Vermarktung ihrer Projekte trainieren wollen.

Vorbereitung begann bereits im Juli

Schon vor der gamescom wurden mit „Road to gamescom“ und „Behind the Press“ im Juli Veranstaltungen zur Messevorbereitung durchgeführt. Dabei ging es unter anderem um die Präsentation eigener Projekte und den Kontakt zu Games-Medien und möglichen Geschäftspartnern.

Bei einem zusätzlichen Livestream unter dem Titel „Showcase Saxony“ präsentierten PandaBee Studios, ROTxBLAU, FusionPlay und Polynormal Games ihre Projekte. Nach Angaben der Veranstalter verfolgten mehrere Tausend Zuschauer den Stream.

CAGGTUS stärkt Games-Standort Leipzig

Auch abseits der gamescom verfügt Leipzig inzwischen über eigene größere Strukturen innerhalb der Games-Branche. Dazu zählt neben dem R42 Games Hub das Gaming-Festival CAGGTUS auf dem Gelände der Leipziger Messe.

Bei der vergangenen Ausgabe kamen nach Angaben der Veranstalter 22.400 Besucher sowie mehr als 100 Aussteller und Sponsoren zusammen. Bestandteil der Veranstaltung ist außerdem die nach Veranstalterangaben größte LAN-Party im deutschsprachigen Raum.

Mit der gamescom erhält die sächsische Games-Branche nun erneut die Möglichkeit, ihre Projekte einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Für Leipzig fällt der Messeauftritt in diesem Jahr besonders groß aus: Mit 13 vertretenen Unternehmen und Institutionen erreicht die Stadt einen neuen Höchststand.