Mi., 03.06.2026 , 14:40 Uhr

HOCHTIEF als Generalübernehmer sichert Industriewasser ab 2030

SachsenEnergie baut Flusswasserwerk in Dresden

SachsenEnergie beauftragt HOCHTIEF mit Bau eines Flusswasserwerks für die Halbleiterindustrie in Dresden. Ab 2030 soll die Industrie eigenständig mit Industriewasser versorgt werden.

Dresden - SachsenEnergie hat HOCHTIEF als Generalübernehmer für den Bau eines neuen Flusswasserwerks in Dresden beauftragt. Die Anlage soll ab 2030 die Halbleiterindustrie im Dresdner Norden mit eigenem Industriewasser versorgen. Ziel ist die Trennung von Trink- und Industriewasser, um beide Systeme zukunftssicher zu gestalten.

Das Wasserwerk entsteht im Gewerbegebiet Übigau. In Spitzenzeiten kann es täglich bis zu 67.000 Kubikmeter Wasser liefern. Etwa 80 Prozent des genutzten Wassers fließt gereinigt zurück in die Elbe, wodurch die Entnahme aus dem Fluss minimal bleibt.

Bereits seit 2024 laufen die Arbeiten an den Transportleitungen in den Norden. Baugrunduntersuchungen sind abgeschlossen, als nächster Schritt folgt die Ertüchtigung des Hochwasserschutzdeichs. Nach Vorliegen aller Genehmigungen startet der Baustart für die Anlage.

Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei über 300 Millionen Euro. SachsenEnergie übernimmt den Großteil, die Stadt Dresden und der Freistaat Sachsen beteiligen sich mit 150 Millionen Euro. Haushaltskunden tragen keine Kosten für das Industriewasser.

Das Projekt stärkt Dresdens Position als Europas führendes Halbleitercluster „Silicon Saxony“. Experten von SachsenEnergie betonen, dass die Erfahrungen aus Dresden bereits europaweit nachgefragt werden. Das Flusswasserwerk kann als Vorbild für weitere Industrie-Standorte dienen.