Di., 16.06.2026 , 12:36 Uhr

Ende 2025 lebten im Freistaat 15.823 Menschen weniger als 2024

Sachsens Bevölkerung schrumpft weiter

Sachsens Bevölkerung ist erneut gesunken. Ende 2025 lebten im Freistaat 4.026.599 Menschen und damit 15.823 weniger als ein Jahr zuvor.

Dresden - Die Bevölkerungszahl in Sachsen ist weiter zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lebten zum Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt 4.026.599 Menschen im Freistaat. Das waren 15.823 Menschen weniger als Ende 2024. Der Rückgang lag damit bei knapp 0,4 Prozent.

Sachsen folgt damit einem bundesweiten Trend. In fast allen Bundesländern lebten Ende 2025 weniger Menschen als ein Jahr zuvor. Ein Wachstum verzeichneten nach Angaben der Statistiker nur die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. In den Flächenländern ging die Bevölkerungszahl hingegen zurück oder blieb annähernd stabil.

Ein Blick auf die Entwicklung in Sachsen zeigt, dass die Einwohnerzahl bereits seit mehreren Jahren sinkt. Am 31. Dezember 2016 lebten noch 4.081.783 Menschen im Freistaat. Fünf Jahre später, Ende 2021, waren es 4.043.002 Menschen. Ende 2025 lag die Zahl nun bei 4.026.599.

Auch bundesweit ist die Bevölkerung zurückgegangen. In Deutschland lebten Ende 2025 rund 83,5 Millionen Menschen. Das waren 110.000 weniger als ein Jahr zuvor und entspricht einem Minus von 0,1 Prozent. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank die Bevölkerungszahl damit erstmals seit dem Corona-Jahr 2020 wieder. Seit 2011 war sie, mit Ausnahme des Jahres 2020, kontinuierlich gewachsen.

Der Bevölkerungsrückgang fiel in den östlichen Bundesländern mit minus 0,5 Prozent stärker aus als in den westdeutschen Bundesländern mit minus 0,1 Prozent. Als Grund nennen die Statistiker, dass die Nettozuwanderung das Geburtendefizit nicht ausgleichen konnte. Im Jahr 2025 gab es in Deutschland 352.000 mehr Sterbefälle als Geburten. Gleichzeitig sank der Wanderungssaldo deutlich: Die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen ging von plus 430.000 auf plus 235.000 zurück.