Sa., 23.08.2025 , 17:30 Uhr

Falsch befüllt heißt ungeleert

Sachsens Biotonnen im Prüfstand

Kunststofftüten, Steine oder Asche: Immer wieder landen Dinge in der Biotonne, die dort nicht hingehören. Für Sachsens Abfallentsorger ist das ein echtes Problem. Allein in Leipzig bleiben jedes Jahr rund 10.000 Tonnen ungeleert stehen, in Chemnitz sind es 1.600 bis 1.700. Seit Mai gilt zudem bundesweit die verschärfte Bioabfallverordnung: Maximal drei Prozent Fremdstoffe dürfen noch im Biomüll enthalten sein.

Die Konsequenz: Wird bei der Sichtprüfung zu viel falscher Abfall entdeckt, bleibt die Tonne stehen – versehen mit einem Hinweisaufkleber. Wer nicht bis zur nächsten Leerung warten will, kann eine Sonderentleerung beantragen, muss diese aber extra bezahlen. In Leipzig entscheiden sich etwa die Hälfte der Betroffenen dafür.

Seit den neuen Vorgaben haben die Abfallbetriebe in Sachsen den Eindruck, dass die Menschen etwas achtsamer mit ihrem Biomüll umgehen. „Nachmessen“ lasse sich das aber kaum, so die Stadt Dresden. Klar sei jedoch: Kunststoffbeutel – auch biologisch abbaubare – haben in der Biotonne nichts verloren.