Do., 07.05.2026 , 10:17 Uhr

Landesamt erwartet Rückgang unter vier Millionen Menschen

Sachsens Einwohnerzahl sinkt weiter

Sachsen wird bis 2045 weiter Einwohner verlieren. Leipzig könnte laut Berechnung in zwei Varianten dennoch wachsen.

Dresden - Die Einwohnerzahl in Sachsen wird in den kommenden Jahren weiter sinken. Das geht aus einer neuen Vorausberechnung des Statistischen Landesamtes in Kamenz hervor. Demnach wird der Freistaat bis 2045 unter die Marke von vier Millionen Einwohnern fallen.

Im Jahr 2024 lebten in Sachsen noch rund 4,04 Millionen Menschen. Für das Jahr 2045 gehen die Statistiker je nach Berechnungsvariante von 3,71 Millionen beziehungsweise 3,43 Millionen Einwohnern aus. Insgesamt wurden drei Varianten errechnet. Grundlage der Vorausberechnung ist die Analyse der Bevölkerungsentwicklung in den Jahren 2021 bis 2024.

Nach Angaben des Landesamtes entspricht das einem Rückgang zwischen 8,2 Prozent und 15,2 Prozent. Besonders betroffen sind die Landkreise. Alle zehn Landkreise sowie die Stadt Chemnitz verlieren bis 2045 in allen Berechnungsvarianten Einwohner.

Für Leipzig ergibt sich ein anderes Bild: Die Stadt kann in zwei der drei Varianten mit einem Bevölkerungszuwachs rechnen. Je nach Szenario liegt das Plus bei 5,8 Prozent beziehungsweise 1,7 Prozent. Dresden könnte zumindest in einer Variante um 1,6 Prozent wachsen.

Die stärksten Rückgänge werden in der Maximalvariante für den Vogtlandkreis und den Erzgebirgskreis erwartet. Dort könnte die Bevölkerung laut Vorausberechnung um fast ein Viertel schrumpfen. Fünf weitere Landkreise würden selbst in der Minimalvariante mehr als jeden zehnten Einwohner verlieren.

Die Zahlen zeigen, dass sich die Bevölkerungsentwicklung in Sachsen regional unterschiedlich darstellt. Während die großen Städte teilweise stabil bleiben oder wachsen könnten, stehen viele Landkreise vor deutlichen Rückgängen.