Do., 16.07.2026 , 11:03 Uhr

NABU-Analyse warnt vor geschwächter Landschaft und fehlenden Biotopverbünden

Sachsens Natur verliert ihre Schutzkraft

Sachsens Natur kann Hitze, Dürre und Hochwasser laut einer neuen Analyse immer schlechter abfedern.

Sachsens Landschaften können die Folgen von Hitze, Dürre und Hochwasser zunehmend schlechter abfedern. Das zeigt eine Analyse des Naturschutzbundes Deutschland und des Berliner Econics Instituts. Der sogenannte Grün-Feucht-Kühl-Index bewertet mithilfe von Satellitendaten unter anderem die Kühlleistung, den Wasserrückhalt und die Klimaanpassungsfähigkeit der Natur. Für Sachsen steht die Landschaftsampel demnach auf Dunkelrot. Als Ursachen nennt der NABU unter anderem intensive Bewirtschaftung, Versiegelung und die Zerschneidung von Landschaften.

Nur wenige Regionen wie die Dübener und Dresdener Heide, die Moritzburger Teichlandschaft oder das Erzgebirge weisen laut Analyse noch ein gutes oder sehr gutes Potenzial auf. Sie seien jedoch kaum miteinander verbunden. Auch viele geschützte Flora-Fauna-Habitat-Gebiete zeigten kritische Schäden oder höchstens ein mäßiges Leistungsvermögen. Zugleich verdeutliche die Untersuchung, dass Renaturierung helfen könne – etwa durch die Wiedervernässung von Mooren, renaturierte Flüsse und Auen, regenerative Landwirtschaft sowie mehr Grün in Städten.