Dippoldiswalde - Fachkräftemangel, lange Wege und die Belastung pflegender Angehöriger: Bei „Pflege am Limit?“ ging es um die Frage, wie gute Pflege auch außerhalb der Städte gesichert werden kann.
Rund zwei Drittel der Menschen in Sachsen leben im ländlichen Raum. Gleichzeitig ist der Anteil älterer Menschen dort deutlich höher als in den Großstädten Dresden, Leipzig und Chemnitz. Diese Entwicklung stellt die Daseinsvorsorge vor große Herausforderungen – insbesondere in der Pflege.
Gerade in ländlichen Regionen stoßen bestehende Pflegestrukturen zunehmend an Grenzen. Ambulante Pflegedienste müssen teilweise weite Strecken zurücklegen, während gleichzeitig Fachkräfte fehlen. Die Folge: Immer häufiger übernehmen Angehörige einen großen Teil der Pflege – zusätzlich zu Beruf und Familie und oft bis an die persönliche Belastungsgrenze.
Darüber sprachen die Gäste auf dem Podium:
Dabei ging es unter anderem um die aktuelle Situation der Pflege im ländlichen Raum, die Unterstützung pflegender Angehöriger und mögliche innovative Ansätze, um die Versorgung langfristig zu sichern.
Das SachsenSofa fand in besonderer Kooperation mit dem Caritasverband für Dresden e. V. statt. Gemeinsam sind die Partner mit dem SachsenSofa-Caritas-Mobil unter dem Motto „Wir machen Hoffnung mobil“ in Sachsen unterwegs. Das Fahrzeug ermöglicht Mitarbeitenden der Caritas, flexibel vor Ort zu sein, Begegnungen zu schaffen und konkrete Hilfe anzubieten. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem ältere Menschen und ihre Angehörigen – besonders dort, wo Einsamkeit, Orientierungslosigkeit oder Herausforderungen des Alltags spürbar werden.