Zwickau - Im Rahmen eines sachsenweiten Fahndungs- und Kontrolltags haben Polizeikräfte am Donnerstag (19. März 2026) umfangreiche Maßnahmen durchgeführt. Unter Federführung der Polizeidirektion Zwickau waren zwischen 14:00 Uhr und 21:00 Uhr alle fünf Polizeidirektionen im Freistaat im Einsatz, unterstützt von weiteren Behörden.
Ziel der Kontrollen war es, sowohl nach Personen und Gegenständen zu fahnden als auch Verstöße im Straßenverkehr und im Bereich des Betäubungsmittelrechts aufzudecken. Ein besonderer Fokus lag unter anderem auf Fahrten unter Drogeneinfluss sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Konsumcannabisgesetz und das Aufenthaltsgesetz.
Insgesamt waren 522 Einsatzkräfte beteiligt. Sie kontrollierten 3.051 Personen sowie 2.409 Fahrzeuge. Dabei registrierte die Polizei 63 Verkehrsstraftaten und 908 Verkehrsordnungswidrigkeiten. Zusätzlich wurden 31 weitere Straftaten und 33 sonstige Ordnungswidrigkeiten festgestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vollstreckung offener Haftbefehle. Im Zuge der Maßnahmen konnten 52 Personen ermittelt werden, gegen die entsprechende Haftbefehle vorlagen. In 40 Fällen konnten die Betroffenen die Haft durch Zahlung von Geldstrafen abwenden. Zwölf Personen wurden in Justizvollzugsanstalten gebracht.
Auch konkrete Einzelfälle wurden im Rahmen des Einsatzes bekannt: So stellten Einsatzkräfte der Polizeidirektion Dresden auf der Autobahn 4 ein Fahrzeug sicher, dessen Kennzeichen nicht zum Auto gehörte. Das Fahrzeug war zuvor als gestohlen gemeldet worden.
In Sohland kontrollierten Beamte der Polizeidirektion Görlitz einen Pkw-Fahrer, der rund 70 Liter Diesel in Kanistern transportierte und damit die erlaubte Menge überschritt. Zudem reagierte ein Drogenvortest bei ihm positiv auf Cannabis.
Einen weiteren Treffer verzeichnete die Gemeinsame Fahndungsgruppe Chemnitz: Bei einer Kontrolle wurde ein Mann positiv auf Drogen getestet. Gegen seinen Beifahrer lagen zwei offene Haftbefehle vor, die vollstreckt wurden. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
In Zwickau fiel ein 19-jähriger Autofahrer durch besonders riskantes Fahrverhalten auf. Auf der Staatsstraße 282 soll er mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h bei erlaubten 70 km/h unterwegs gewesen sein. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt. Sein Führerschein wurde sichergestellt.
Die Polizei bewertet den Kontrolltag als wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Bekämpfung von Kriminalität im Freistaat.