Di., 06.01.2026 , 13:46 Uhr

Übernachtungen nahe Rekordniveau, neue Angebote für 2026 geplant

Sächsische Schweiz blickt auf starkes Tourismusjahr

Die Sächsische Schweiz hat 2025 ein erfolgreiches Tourismusjahr verzeichnet. Neue Infrastruktur, Kulturangebote und internationale Gäste stehen im Fokus.

Pirna - Die Sächsische Schweiz hat das Jahr 2025 aus touristischer Sicht positiv abgeschlossen. Nach Angaben des Tourismusverbandes für das Elbsandsteingebirge wurden bis Ende Oktober rund 1,5 Millionen Übernachtungen gezählt. Damit lag das Ergebnis nur 2,1 Prozent unter dem Vergleichswert des Rekordjahres 2019. Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten. Schätzungsweise kommt etwa ein Drittel der Übernachtungen durch kleinere Pensionen und Ferienwohnungen hinzu. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 3,5 Tage.

Besonders gut entwickelte sich der Tourismus im Frühjahr. Sowohl im April als auch im Mai lagen die Übernachtungszahlen jeweils rund vier Prozent über dem Niveau von 2019. Deutlich schwächer fiel dagegen der Juli aus. Aufgrund anhaltender Regenfälle verzeichnete die Region in diesem Monat ein Minus von 19 Prozent. Landrat Michael Geisler (CDU), Vorsitzender des Tourismusverbandes, sprach dennoch von einer insgesamt sehr guten Bilanz.

Auswirkungen durch die zeitweise Sperrung der Elbbrücke in Bad Schandau habe es laut Geisler nicht gegeben. Die Brücke war nach Prüfungen infolge des Teileinsturzes der Dresdner Carolabrücke im September 2024 wegen erheblicher Mängel im November vollständig gesperrt worden. Rückgänge im Tourismus seien in der Region dennoch nicht festgestellt worden.

Künftig sollen Besucher gezielt auch in weniger bekannte Teile der Sächsischen Schweiz gelenkt werden. Ziel sei es, stark frequentierte Orte zu entlasten und alternative Sehenswürdigkeiten bekannter zu machen. Voraussetzung dafür seien unter anderem ausreichende Parkmöglichkeiten und eine entsprechende Infrastruktur.

Zudem setzt die Region verstärkt auf internationale Gäste. Unter anderem Touristen aus Dänemark sollen stärker angesprochen werden. Für Mai ist eine neue Eurocity-Direktverbindung von Kopenhagen über Berlin nach Prag angekündigt, die auch in Bad Schandau hält. Das Angebot entsteht in Zusammenarbeit der Deutsche Bahn mit Partnern aus Dänemark und Tschechien.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau des Aktivtourismus. Mit dem grenzüberschreitenden Mountainbike-Park „Borderless Trails“ soll 2026 ein neues Angebot entstehen. Geplant sind 15 Trails unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade mit einer Gesamtlänge von 35 Kilometern auf deutscher und tschechischer Seite. Das Projekt wird durch EU-Mittel gefördert. Zusätzlich ist eine Marketingoffensive für den Elberadweg vorgesehen.

Auch kulturell will die Region Akzente setzen. Das Winterfestival „Wintersterne Sächsische Schweiz“ geht nach dem erfolgreichen Auftakt 2025 in eine neue Runde. Vom 30. Januar bis 8. Februar beteiligen sich 15 Städte und Gemeinden mit mehr als 30 Veranstaltungen. Der Bogen spannt sich vom „Hohnsteiner Märchenfunkeln“ bis zur „Pirnaer Winterhofnacht“.

Darüber hinaus wird 2026 der 20. Geburtstag des bekannten Malerweg begangen. Der 116 Kilometer lange Rundwanderweg mit acht Tagesetappen wurde 2006 eröffnet und folgt historischen Pfaden der Romantik. Entlang der Strecke informieren Tafeln über Kunstwerke, die dort entstanden sind.