Dresden – Innenminister Armin Schuster (CDU) kündigte am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden an, die Gemeinsamen Fahndungsgruppen (GFG) von Bundespolizei und Landespolizei perspektivisch auszubauen. Damit sollen kriminelle Strukturen entlang der Grenze noch effizienter bekämpft werden – vor allem bei Autodiebstählen und Schleusungen.
Konkrete Angaben zum Zeitpunkt und Umfang des Ausbaus machte Schuster nicht. Die GFG existieren bereits seit 2006 und sind ein bewährtes Instrument, um grenzüberschreitende Kriminalität zu bekämpfen. „Insbesondere osteuropäische Tätergruppierungen nutzen die Bundesautobahn 4, um sowohl schnell an die Tatorte zu gelangen als auch nach Tatbegehung das Diebesgut außer Landes zu verbringen“, heißt es in der ursprünglichen Konzeption.
Neben Fahrzeugdiebstählen liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Bekämpfung illegaler Migration. Die Fahndungsgruppen sind für das Aufgreifen von Schleusern zuständig, die Flüchtlinge unerlaubt über die Grenze bringen.
In Sachsen arbeiten aktuell an fünf Standorten GFG-Einheiten: in Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau und Bautzen. Mit dem geplanten Ausbau sollen die Einsatzkräfte flexibler agieren und noch stärker in grenznahe Regionen hineinwirken können.
Schuster betonte, dass bereits die verschärften Grenzkontrollen seit dem Amtsantritt von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) Wirkung zeigten – ohne dabei konkrete Zahlen zu nennen.
Ein Ziel sei es, die Zusammenarbeit zwischen Landes- und Bundespolizei weiter zu vertiefen, um grenzüberschreitende Tätergruppen frühzeitig zu erkennen und zu stoppen.