Dresden - Ein 78-jähriger Mann aus Dresden-Leuben ist am Dienstagnachmittag Opfer eines Trickbetrugs geworden. Nach Angaben der Polizei erhielt der Senior am 1. Juli 2026 gegen 15:50 Uhr einen Telefonanruf von einer Frau, die sich als Bankmitarbeiterin ausgab.
Die Anruferin sprach demnach von vermeintlichen Unregelmäßigkeiten. Im weiteren Verlauf brachte sie den Mann dazu, in mehreren Schritten Geld auf fremde Konten zu überweisen. Insgesamt entstand ein Schaden von 78.200 Euro.
Später wurde der 78-Jährige misstrauisch und ließ seine Konten sperren. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich davor, am Telefon auf Forderungen nach Geldüberweisungen zu reagieren. Geld sollte niemals an unbekannte Konten überwiesen werden, wenn die Aufforderung dazu telefonisch von fremden Personen kommt.
Neben dem Fall in Dresden-Leuben meldet die Polizei einen weiteren Betrug in Dresden-Striesen. Dort riefen Unbekannte am Mittwoch zwischen 15:45 Uhr und 17:30 Uhr eine 93-jährige Dresdnerin an und gaben sich als Polizeibeamte aus.
Die Täter behaupteten, der Sohn der Frau habe einen schweren Unfall verursacht und müsse in Haft. Um dies angeblich abzuwenden, solle die Seniorin eine Kaution hinterlegen. Die 93-Jährige übergab daraufhin Schmuck und eine Münzsammlung. Der Wert der Gegenstände ist laut Polizei noch nicht beziffert.
Am selben Tag verzeichnete die Polizei elf weitere Schockanrufe in Dresden sowie in den Landkreisen. In diesen Fällen ließen sich die Angerufenen jedoch nicht auf die erfundenen Geschichten der Täter ein.
Die Polizei rät, sich am Telefon nicht unter Druck setzen zu lassen. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen sprechen.
Außerdem weist die Polizei darauf hin, dass sie keine Wertgegenstände oder Bargeld zur Sicherung entgegennimmt. Polizisten stellen persönlichen Kontakt her, können sich ausweisen und Übergaben von Gegenständen werden immer quittiert.
Geld sollte nicht an Unbekannte übergeben und nicht auf unbekannte Konten überwiesen werden. Im Verdachtsfall sollte umgehend die Polizei verständigt werden.